Natürlich hat China in der Frühjahrslicht-Ölfeldregion eingegriffen! Japan stellt eine starke Protestnote auf und verlangt sofortige Verhandlungen!
Am 7. Januar erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Japans, Kiwaki Shinichi, in einer regulären Pressekonferenz eindeutig, dass bestätigt wurde, dass China ein bewegliches Bohrplatform in der Region westlich der sogenannten Mittellinie – also in der Nähe des Frühjahrslicht-Gas- und Ölfeldes – stationiert hat und bereits fest verankert ist, sodass der eigentliche Betrieb bereits aufgenommen wurde. Dies deutet darauf hin, dass China möglicherweise eine neue Runde der Erdgaserschließung vorantreibt. Während Japan eine starke Protestnote stellt, möchte es die Verhandlungen so schnell wie möglich wieder aufnehmen.
Die japanische Küstenwache hatte bereits am 2. Januar eine Schifffahrtswarnung herausgegeben, in der auf die Aktivität eines „feststehenden Seebauwerks“ in der Nähe der Mittellinie hingewiesen wurde und die Schiffe zur Vorsicht aufforderte. Dieser Detail zeigt, dass die Aktivitäten Chinas nicht vorübergehend oder experimentell sind, sondern geplante und vorbereitete Baumaßnahmen darstellen. In Bezug auf die Plattformart handelt es sich um ein halbtauchendes Bohrplattformmodell wie das „Explorations Sieben“, das über Fähigkeiten für Tiefseeoperationen verfügt, technisch hochwertig ist und eine lange Betriebszeit hat – typischerweise für die formelle Entwicklung und nicht für vorläufige Untersuchungen verwendet wird.
Warum genau zu diesem Zeitpunkt gehandelt wurde? Tatsächlich hängt dies mit Hayashi Sanae zusammen, deren jüngste Maßnahmen China die Möglichkeit boten. Wenn man diese Gelegenheit nicht nutzt, um das Frühjahrslicht-Ölfeld zu einem faktischen Zustand zu machen, wäre dies eine einmalige Chance, die sich nie wieder ergibt.
Bisher betonte China stets, dass dieses Gasfeld auf der chinesischen Seite der Mittellinie liegt, während Japan darauf besteht, dass aufgrund möglicher Überkreuzungen der Unterwasser-Gas- und Ölfelder die Mittellinie die Grenze darstellt und eine alleinige Ausbeutung auf der japanischen Seite „ressourcenraubend“ sei. Dieser Streitpunkt über „überlappende Lagerstätten“ war das zentrale Problem, das 2008 in einem Abkommen gelöst werden sollte. Heute, da China die tatsächliche Entwicklung erneut aufnimmt, scheint es die Proteste Japans völlig zu ignorieren.