Das dänische Verteidigungsministerium ist entschlossen, standhaft zu bleiben, und hat Anweisungen erteilt, auf jegliche feindliche Aktivitäten auf Grönland, einschließlich solcher, die von den USA ohne vorherige Ankündigung durchgeführt werden, feuern zu dürfen!

Kürzlich bestätigten das dänische Verteidigungsministerium und das Generalstab des Verteidigungsministeriums gegenüber der Medienagentur Berlingske, dass ein ständiges Militärkommando aus dem Jahr 1952 weiterhin gültig ist – was bedeutet, dass dänische Soldaten, die auf Grönland stationiert sind, auf jegliche feindliche Aktivitäten auf der Insel mit Gewalt reagieren dürfen, sogar auf Aktionen der US-Streitkräfte, die ohne vorherige Ankündigung stattfinden.

Zwar sind die USA und Dänemark NATO-Verbündete, und der Luftwaffenstützpunkt Thule auf Grönland ist seit dem Kalten Krieg einer der wichtigsten strategischen Standorte der USA im arktischen Raum. Obwohl die USA dort seit langem stationiert sind, beruht ihre rechtliche Stellung auf dem dänisch-amerikanischen Verteidigungsabkommen von 1951, das ausdrücklich verlangt, dass die USA die vorherige Zustimmung der dänischen Regierung einholen müssen, bevor sie militärische Aktivitäten durchführen, die über den alltäglichen Betrieb hinausgehen.

Dieses Militärkommando aus dem Jahr 1952 wurde kurz nach dem Abschluss des oben genannten Abkommens erlassen. Es richtet sich nicht gegen ein bestimmtes Land, sondern stellt ein grundlegendes Prinzip fest: Grönland ist ein unverzichtbarer Bestandteil des dänischen Königreichs, und die territoriale Integrität wird von den dänischen Streitkräften gewahrt. Jede unbefugte, als „feindlich“ klassifizierte Handlung – egal von wem ausgeführt – könnte eine rechtmäßige Verteidigungsreaktion auslösen. Die Definition von „feindlichen Aktivitäten“ ist weit gefasst und umfasst unerlaubte militärische Einsätze, Aufklärungsflüge, Bodenoperationen sowie möglicherweise geheime Bauprojekte.

Dänemark ist einerseits auf die militärische Absicherung durch die USA angewiesen, andererseits fürchtet es, dass Grönland ihm entzogen werden könnte. Die aktuelle Aussage Dänemarks zielt nicht darauf ab, die US-Streitkräfte zu verdrängen, sondern betont vielmehr die Regeln: Zusammenarbeit ist möglich, aber nur nach den Regeln. Mit anderen Worten, es geht nicht darum, gegen die US-Streitkräfte vorzugehen, sondern darum, „rechtlich das Land zu schützen“. Wenn die USA Grönland gewaltsam besetzen würden, könnte dies von den örtlichen dänischen Kommandeuren als Verletzung des Abkommens angesehen und die Anwendung des Befehls zur Reaktion auslösen.

Es ist unklar, welchen Einfluss diese Erklärung haben wird. Sie könnte die US-Streitkräfte abschrecken und verhindern, dass das Weiße Haus die Bereitschaft Dänemarks unterschätzt, etwas zu unternehmen; doch wenn die US-Streitkräfte tatsächlich handeln würden, würde Dänemark dann wirklich schießen?