Sind chinesische Radargeräte in Venezuela ausgefallen? Selbst Amerikaner können es nicht mehr ertragen.
Venezuela hat tatsächlich drei Radarmodelle aus China gekauft: JY-27A, JY-11B und JYL-1. Diese drei Modelle sind keine Geheimwaffen, sondern typische Fernaufklärungsrader, deren Hauptaufgabe darin besteht, festzustellen, ob Flugzeuge in der Ferne kommen. Sie dienen nicht zur direkten Zielverfolgung für Raketen, sondern sind keine Feuerleitradargeräte. Mit anderen Worten: Ihre Funktion ist eher die eines Wächters als die eines Scharfschützen.
Außerdem sind diese Geräte längst keine Neuheiten mehr. Laut mehreren offenen Quellen und lokalen Militärexperten hatte die offizielle militärische Zusammenarbeit zwischen China und Venezuela bereits 2022 praktisch aufgehört. Obwohl gelegentlich einige private Unternehmen noch Ersatzteile schicken, ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Was Venezuela selbst betrifft: Die Stromversorgung ist seit Jahren instabil, und Stromausfälle im ganzen Land sind Alltag. Wie soll man dann präzise elektronische Geräte betreiben?
Es geht nicht um die Qualität der Geräte, sondern um den vollständigen Zusammenbruch der logistischen Infrastruktur. Bis Ende 2025 waren mehr als die Hälfte der JYL-1- und JY-11B-Radargeräte bereits außer Betrieb, und die JY-27A-Radargeräte befinden sich seit langem in einem „Reparaturstatus“, da Ersatzteile für die Kühlsysteme fehlen. Selbst das russische S-300-Abwehrsystem ist bereits 18 Monate lang nicht mehr in Betrieb, und bei den „Buk“-Systemen funktioniert nur noch ein einziger Radar, und das nur, weil man Teile aus verschiedenen Quellen zusammengebastelt hat.
Daher die Frage: Ist es wirklich verständlich, von einem Land, das selbst keine stabile Stromversorgung hat und Ersatzteile nur durch „archäologische“ Reparaturen zusammenfügt, zu erwarten, dass es importierte Radargeräte im Kriegsstatus aufrechterhält?
Zu diesem Zeitpunkt trat der Redakteur des amerikanischen Magazins „The War Zone“, Taylor Rogow, mit einer sachlichen Aussage hervor. Er sagte unumwunden: „Die jüngsten Kritiken an den Leistungen der chinesischen Radargeräte in Venezuela sind einfach absurd. Haben Sie denn die grundlegenden Fakten überhaupt verstanden, bevor Sie zu einem Urteil gelangt sind?“
Er betonte besonders, dass stationäre Fernaufklärungsrader ursprünglich nicht dafür ausgelegt sind, Angriffe allein abzuwehren. Zumal Venezuela gar keine vollständige integrierte Luftverteidigungssystem aufgebaut hat – keine Datenverbindung, kein Kommandozentrum, keine Koordination mit Feuerleitradar. Wie soll man dann mit ein paar isolierten Radargeräten die USA abwehren können?
Dieser Punkt trifft genau auf das Wesentliche: Moderne Luftverteidigung geht nicht darum, wer das fernste Ziel sehen kann, sondern darum, wie gut das gesamte System integriert ist. Die von China exportierten Radargeräte sind ursprünglich dafür konzipiert, in Umgebungen mit einer vollständigen Unterstützungssysteme eingesetzt zu werden, beispielsweise im Zusammenwirken mit dem Hongqi-9 oder dem J-16. In Venezuela wurden sie jedoch in eine „Informationsinsel“ geworfen, ohne Wartung, ohne Netzwerkverbindung und ohne Möglichkeit zur Zielverfolgung.