Bitcoin lag am Freitag weiter über der 90.000-USD-Marke. Neue Zahlen vom US-Arbeitsmarkt zeigen, dass weniger Leute eingestellt wurden. Es gibt aber keine Anzeichen für einen starken Einbruch der Wirtschaft.

Der Bericht hat ein wichtiges Risiko für die Krypto-Märkte beseitigt. Allerdings gibt es aktuell noch keine Bedingungen für eine schnelle Rückkehr Richtung 100.000 USD.

Arbeitsmarktdaten verringern US-Rezessionsgefahr

Die US-Wirtschaft schuf im Dezember 50.000 neue Jobs. Das ist eines der schwächsten monatlichen Ergebnisse seit Jahren. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent. Das Lohnwachstum blieb mit 3,8 Prozent im Jahresvergleich stabil.

Die Märkte sehen in den Daten einen abgekühlten, aber keinen einbrechenden Arbeitsmarkt. Das hält Anlagen mit mehr Risiko stabil. Auch Bitcoin blieb zwischen 89.000 und 92.000 USD.

Die schwache Zahl neuer Jobs verringert Ängste, dass die Wirtschaft überhitzt und die Zentralbank die Geldpolitik stark anziehen muss. Das Risiko eines plötzlichen Abschwungs mit breiten Verkäufen geht ebenfalls zurück.

Das ist wichtig für Bitcoin. Im letzten Jahr folgten große Rücksetzer bei Krypto auf Anzeichen entweder von hoher Inflation oder plötzlichem Wirtschaftseinbruch. Diese Gefahren zeigten sich in den Freitagszahlen nicht.

Die Arbeitslosigkeit fiel nur wenig, und es gibt weniger neue Jobs. Das deutet darauf hin, dass die Wirtschaft an Schwung verliert, aber trotzdem stabil bleibt. Viele rechnen deshalb weiter mit einer „weichen Landung“ statt mit einer Rezession.

Deshalb musste Bitcoin keine sinkenden Kurse Richtung niedrige 80.000 USD hinnehmen.

„Mit Bitcoin schon mehr als sieben Prozent im Plus in den ersten Tagen von 2026, spricht vieles für einen weiteren Anstieg zum psychologischen Meilenstein von 100.000 USD. Bleibt die Arbeitslosigkeit stabil und sinkt die Inflation weiter, erwarten wir einen klaren Ausbruch über die 100.000 und einen erneuten Test der früheren Höchstmarke bei 110.000 USD. Diese Marke gilt als Widerstand, da sie ein früheres Allzeithoch ist. Um Anlegern Vertrauen in noch höhere Kurse zu geben, muss Bitcoin darübersteigen.” Matt Mena, Krypto-Research-Stratege bei 21shares.

Darum bleibt die 100.000-USD-Marke für den Bitcoin-Kurs kurzfristig eine Herausforderung

Auch wenn der Bericht ein Risiko für fallende Kurse entfernte, kam kein neuer Schub nach oben dazu.

Das Lohnwachstum von 3,8 Prozent ist noch hoch genug, dass der Preisdruck in den Dienstleistungsbereichen bleibt. Die US-Zentralbank muss daher nicht schnell die Zinsen senken.

Bitcoin legte am meisten zu, als die Märkte mit fallenden Zinsen und mehr Liquidität rechneten. Die aktuellen Daten bestätigen diese Hoffnung aber nicht.

Stattdessen sprechen die Zahlen eher für eine längere Zinspause. Das verringert die Chancen auf einen schnellen Kurssprung in Richtung 100.000 USD.

Ob Bitcoin wieder sechsstellige Kurse erreicht, hängt jetzt weniger von Jobdaten ab und stärker von Kapitalzuflüssen und Zinserwartungen.

Stetige Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs könnten helfen, Bitcoin über den Widerstand bei 95.000 USD zu bewegen. Auch ein klares Signal für Zinssenkungen der US-Notenbank wäre hilfreich.

Im Moment bleibt Bitcoin weiter über der 90.000-USD-Marke stabil. Das Risiko eines plötzlichen Wirtschaftsschocks ist geringer. Allerdings fehlt der nötige Impuls für einen klaren Ausbruch auf 100.000 USD noch.