Trendy Krypto ändern sich schneller als je zuvor, und die aktuelle Marktsituation weckt extreme Emotionen unter den Investoren. Maciej Tomczyk von KryptoEkipy zeigt, dass er trotz der Rückgänge weiterhin reale Chancen und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten für den Markt sieht. Wichtig ist, dass die Krypto-Trends seiner Meinung nach nicht mehr ausschließlich auf der alten Zyklik basieren.
Der Kryptowährungsmarkt befindet sich derzeit in einer Phase erhöhter Unsicherheit, jedoch suchen erfahrene Investoren darin nach Gelegenheiten und nicht nur nach Bedrohungen.
Die aktuelle Marktsituation und der Umgang mit dem Zyklus
Maciej Tomczyk weist darauf hin, dass Bitcoin derzeit im Bereich von 87 500–87 600 USD schwankt, während der gesamte Markt etwa 30% unter dem ATH von Oktober 2025 bleibt. Seiner Meinung nach unterscheidet sich der aktuelle Zyklus erheblich von den vorherigen, da sich die makroökonomischen Bedingungen geändert haben. ETFs und eine andere Verteilung des Wirtschaftszwecks schwächen die klassische vierjährige Zyklizität. Daher betrachtet der Investor sie nicht mehr als den wichtigsten Wegweiser:
“Was die Trends betrifft, die meiner Meinung nach immer noch im Spiel sind und immer noch groß sind, so ist es natürlich die Tokenisierung von Vermögenswerten.”
Tomczyk ist der Ansicht, dass der aktuelle Zyklus verlängert werden kann und der Markt weiterhin Wachstumspotenzial hat. Er hat etwa 10% Gewinne bei ATH realisiert, hält jedoch die meisten Positionen weiterhin. Er betrachtet die aktuellen Rückgänge als eine Bereinigung des Marktes von ungeduldigen Kapital. Er betont auch, dass ein intelligenter Investor nicht alles auf ein einziges Szenario setzt.
Seine Kritik richtet sich gegen Personen, die offen von einem Bärenmarkt sprechen, aber keine realen Portfoliomaßnahmen zeigen. Seiner Meinung nach schadet der Mangel an Transparenz der Gemeinschaft. Daher verfolgt er selbst einen Ansatz der schrittweisen Gewinnrealisierung und weiteren Akkumulation. Diese Strategie ermöglicht es, Flexibilität in einem sich verändernden Umfeld zu bewahren.
Krypto-Trends laut Maciej Tomczyk
Eines der Schlüsselthemen, auf die Investoren setzen, ist die Tokenisierung von Vermögenswerten, auch bekannt als RWA. Tomczyk betrachtet sie als einen revolutionären Prozess, der das gesamte Finanzsystem verändern kann. Er weist darauf hin, dass Giganten wie BlackRock erst am Anfang dieses Weges stehen. Die Tokenisierung bietet Handel 24/7, höhere Liquidität und niedrigere Transaktionskosten.
“Chainlink ist ein großes Projekt in meinem Portfolio […] bei größeren Rückgängen kaufe ich nach und erhöhe meine Position.”
Chainlink spielt eine Schlüsselrolle in der Infrastruktur der Tokenisierung, da es die Welt der Blockchain mit realen Vermögenswerten verbindet. Das Projekt liefert Oracles und Cross-Chain-Lösungen, die für den RWA-Markt unerlässlich sind. BlackRock profitiert indirekt vom Chainlink-Ökosystem durch den BUIDL-Fonds auf Ethereum. Partnerschaften mit Institutionen wie Swift oder JP Morgan stärken sein langfristiges Potenzial.
Tomczyk betont, dass Krypto-Trends zunehmend auf realer Technologie basieren und nicht ausschließlich auf Spekulation. Das verändert die Sichtweise auf langfristige Investitionen. Der Investor glaubt, dass Projekte, die ein neues Finanzsystem aufbauen, die besten Überlebenschancen haben. Daher erhöht er konsequent die Exposition gegenüber ausgewählten Marktsegmenten.
Ethereum, Solana und makroökonomische Faktoren
Ethereum bleibt für Tomczyk das Fundament des gesamten Altcoin-Marktes, trotz des schwachen Preises. Ein Kurs unter 3 000 USD und ein Rückgang von 29% im Quartal enttäuschen viele Investoren. Er kann sich jedoch diesen Zyklus ohne eine starke Position von ETH nicht vorstellen. Er weist darauf hin, dass das Ethereum-Ökosystem zunehmend institutionell wird:
“Ich kann mir keine Steigerungen auf dem Kryptowährungsmarkt und diesen Zyklus ohne eine starke Position des Ethereum-Ökosystems vorstellen.”
Solana ist ein weiterer Bereich, der seine Aufmerksamkeit auf sich zieht, insbesondere im Kontext von Neobanken. Projekte wie Cast, Avici oder Integrationen mit Revolut zeigen eine neue Richtung in der Entwicklung von Finanzdienstleistungen. Der Nutzer kann mit einer Karte bezahlen und dabei direkt Kryptowährungen verwenden. Das ist eine reale Anwendung, die Massenanwender anziehen kann.
“Auf Solana […] sprechen wir hier über Neobanken […] auch ich schaue sehr genau auf diese Projekte aus diesem Trend, denn ich denke, dass dies tatsächlich die Zukunft sein könnte.”
Ein wesentlicher Aspekt bleiben auch die makroökonomischen Faktoren und die Geldpolitik der USA. Tomczyk weist darauf hin, dass Jerome Powell dem Krypto-Markt nicht wohlgesonnen ist. Seine Amtszeit endet im Mai 2026, und ein Wechsel des Fed-Vorsitzenden könnte eine neue Erzählung mit sich bringen. Potenzielle Kandidaten werden als krypto-freundlicher wahrgenommen.
“Was den Fed-Vorsitzenden betrifft, also Jerome Powell, ist er dem Krypto-Markt nicht besonders wohlgesonnen […] die Amtszeit von Jerome Powell endet im Mai 2026.”
In der Praxis kauft Tomczyk systematisch bei größeren Rückgängen nach und nutzt die Marktvolatilität. Stablecoins betrachtet er als Treibstoff für die Kapitalrotation. Er lehnt Projekte mit langen Vesting-Perioden sowie riskante ICOs ab. Er weist auch auf die bevorstehende Crypto Community Conference am 21. Februar 2026 in Łódź als wichtiges Ereignis für die Branche hin.
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