TL;DR — Token-Identitätskrise in DeFi

Token-Identität - das ist die Antwort auf die Frage: Was genau hältst du, wenn du einen Token hältst.

In 2020-2021 wurden Tokens als Teilnahme am Erfolg der Protokolle verkauft (Like, wer eingekauft hat, aha);

In 2024–2025 haben die meisten nur noch formale Governance.

Die Krise der Token-Identität ist eine Situation, in der der Token:

das Protokoll verwaltet, aber nicht das Geschäft besitzt, die Marke und die Schnittstelle nicht kontrolliert und keine Geldströme erhält.

Der reale Wert in DeFi hat sich verschoben:

• von Protokollen → zu Schnittstellen,

• von DAO → zu privaten Unternehmen,

• von Tokens → zu Off-Chain- und Produktebenen.

Governance-Token bedeuten immer häufiger das Recht zu wählen ohne Recht auf Wertcapture.

Das führt zu:

• Verwässerung des ökonomischen Sinns von Tokens,

• Inflation von Governance-Token,

• Wachstum von Skepsis seitens des Marktes.

Aave - ein beispielhafter Fall: v4 verstärkt die Rolle von UX als Kontrollpunkt über Geldströme, was die Frage „Wer besitzt Aave?“ zentral macht.

Die Marktantwort auf die Krise:

• wachsendes Interesse an RWA,

• Tokenisierung von Aktien und Einkommensinstrumenten,

• Suche nach rechtlich formellierten Rechten anstelle abstrakter Governance.

Am Ende: ein Token ohne Eigentumsrechte - das ist kein Asset, sondern eine Schnittstelle zum Abstimmen.