Der Markt wendet sich zunehmend gegen den US-Dollar. Die Anzahl der Short-Positionen ist jetzt auf dem höchsten Stand seit Januar 2012, laut einer Studie zum Währungsmarkt- und Zinsumfeld von Bank of America.

Diese Veränderung im Sentiment kommt daher, dass der US Dollar Index, der den Wert des Dollars mit einem Korb von sechs großen Währungen vergleicht, im Jahr 2024 bisher um 1,3% gefallen ist.

Rekordbärische Positionen zeigen tiefe Skepsis gegenüber dem Dollar

Aus der neuesten Untersuchung von Bank of America geht hervor, dass die Dollarposition im Februar am negativsten war, seit über 14 Jahren. Darüber hinaus ist die gesamte Dollar-Exposition unter das Tief von April 2025 gefallen. Das zeigt, dass das Vertrauen der Fondsmanager weiter abnimmt.

Trotz Versuchen, das Vertrauen in die Federal Reserve wiederherzustellen, bleibt die Zweifel groß. Präsident Trump versuchte mit seiner Ernennung von Kevin Warsh zum Fed-Vorsitzenden im Januar 2026, Investoren über die amerikanische Geldpolitik zu beruhigen. Dennoch hat diese Maßnahme das Vertrauen in den Dollar nicht gestärkt.

„Die Befragten in der Umfrage sehen weitere Anzeichen von Schwäche auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt als das größte Risiko für einen noch schwächeren Dollar“, berichtete die WSJ.

Inzwischen kommt das bärische Sentiment gerade jetzt, wo der US Dollar Index stark abfällt. Im Jahr 2025 fiel der Index um 9,4%, und dieser Rückgang setzt sich auch in diesem Jahr fort.

Am 27. Januar fiel der DXY auf 95,5, den niedrigsten Stand seit Februar 2022. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist der DXY wieder auf 97,08 gestiegen.

Marktanalyse zeigt zunehmend technische Signale, die auf einen weiteren Rückgang des US-Dollars hindeuten. Händler Donny sagte voraus, dass der Index möglicherweise unter die 96 fallen könnte.

„Ich sehe noch ein bärisches Bein im DXY bilden“, schrieb er.

Andere Analysten blicken noch weiter in die Zukunft. Der Long Investor wies auf langfristige Charts hin, die seiner Meinung nach auf einen viel tiefergehenden strukturellen Rückgang hindeuten. Er glaubt, dass die bärischen Ziele bis in den Bereich von 52–60 in den 2030er Jahren reichen können.

Einige Analysten sehen jedoch Chancen für eine Erholung des Dollars. Laut The Macro Pulse deutet das jüngste Kursverhalten darauf hin, dass der Index möglicherweise in einen „potenziellen Bodenprozess“ eintritt.

„Mein Basisszenario ist eine Erholung in Richtung 103–104 bis Juli 2026“, sagte die Meldung.

Folgen für den Kryptomarkt

Ein schwächerer Dollar sorgt in der Regel für günstigere Bedingungen für risikobehaftete Anlagen, einschließlich Kryptowährungen. Wenn der Dollar fällt, suchen Investoren oft nach Alternativen mit höherer Rendite oder Schutz vor dem Rückgang von Fiat-Währungen.

Insbesondere Bitcoin wird oft als Absicherung gegen die Abwertung inflatorischer Währungen angesehen. Daher könnte dies die Attraktivität von Bitcoin in Zeiten der Schwäche des Dollars erhöhen.

Dennoch ist die Beziehung zwischen Dollar-Schwäche und Krypto-Steigerungen nicht immer direkt. Die breitere makroökonomische Situation bleibt sehr wichtig.

Wenn ein schwächerer Dollar das Ergebnis einer abnehmenden Wachstumsrate in den USA oder einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine Rezession ist, könnten Investoren vorsichtig werden. In einer solchen Situation fließt Kapital oft in traditionelle sichere Häfen, wie Gold, anstatt in volatilere digitale Anlagen.

Aktuelle Positionen zeigen, dass Investoren vorsichtig bleiben. Bullishe Positionen in Gold haben zugenommen, was darauf hindeutet, dass viele Anleger Vertrauen in das Edelmetall haben.

Da der Dollar weiter fällt und Fondsmanager an historisch bärischen Positionen festhalten, wird sich in naher Zukunft zeigen, ob die Krypto-Märkte von der sich verändernden Währungsdynamik profitieren können oder ob anhaltende makroökonomische Unsicherheiten die Aufwärtskraft in digitalen Anlagen weiterhin behindern.