Nach einer dritten Lesung im House of Lords wird der Financial Services and Markets Bill an das Unterhaus des britischen Parlaments zurückverwiesen, damit die Mitglieder über etwaige Änderungen beraten können.
Die Gesetzgeber im Oberhaus des britischen Parlaments treiben eine Gesetzgebung voran, die die Einführung von Kryptowährungen im Land unterstützen könnte.
Bei einer Sitzung des britischen Parlaments am 19. Juni sprachen sich viele Abgeordnete für die Verabschiedung des Financial Services and Markets Bill aus, eines Gesetzes zur Stärkung der Finanzdienstleistungsbranche des Landes. Der Gesetzentwurf durchlief im House of Lords eine dritte Lesung, eine der letzten Phasen der Verabschiedung, bevor etwaige weitere Änderungen geprüft und das Gesetz unterzeichnet wurde.
Laut den Abgeordneten waren die Verhandlungen vom 19. Juni Teil eines Plans, den Gesetzentwurf „aufzuräumen“, um „seine Wirksamkeit sicherzustellen“. Er wird an das Unterhaus des britischen Parlaments, das House of Commons, zurückgehen, wo die Abgeordneten etwaige vom Oberhaus vorgeschlagene Änderungen prüfen können.
„Dieser Gesetzentwurf trägt die Ergebnisse der Überprüfung des künftigen Regulierungsrahmens in sich und überträgt den Regulierungsbehörden wichtige neue Befugnisse bei der Regelsetzung. Gleichzeitig wird diese zusätzliche Verantwortung durch klare Rechenschaftspflicht, angemessene demokratische Mitwirkung und transparente Aufsicht ausgeglichen“, sagte Baroness Joanna Penn.
Der Financial Services and Markets Bill, der im Juli 2022 erstmals dem britischen Parlament vorgelegt wurde, sollte sicherstellen, dass das Land nach dem Brexit seinen Platz in der Finanzwelt behält. Die ursprüngliche Fassung des Gesetzentwurfs sah die Ermächtigung zur Regulierung digitaler Vermögenswerte vor, während die jüngsten Änderungen des House of Lords offenbar keine für die Kryptoindustrie relevanten Änderungen enthielten.
Die weltweite Regulierung von Kryptowährungen scheint sich darauf auszuwirken, wo Unternehmen Geschäfte machen. Die US-Behörden sind gegen Coinbase und Binance vorgegangen, was dazu führte, dass die beiden Börsen trotz ihres laufenden Geschäftsbetriebs in Klagen verwickelt wurden. Einige Unternehmen, darunter Bybit, haben ebenfalls ihren Rückzug aus Kanada angekündigt und dabei ausdrücklich auf regulatorische Entwicklungen verwiesen.