Professionelle Anleger sind nach wie vor an Kryptowährungen interessiert, möchten aber zunächst die Unterstützung großer traditioneller Finanzinstitute sehen, bevor sie selbst den Sprung wagen. Dies geht aus einer Umfrage der Digital-Asset-Abteilung von Nomura hervor.
Das Interesse institutioneller Anleger an Kryptowährungen ist in den letzten Wochen aufgrund der zunehmenden regulatorischen Unsicherheit in den USA und des harten Durchgreifens der Regulierungsbehörden gegen die gesamte Branche ins Stocken geraten.
Die im April durchgeführte Laser Digital Investor Survey ergab, dass 90 % der befragten professionellen Anleger sagten, es sei wichtig, die Unterstützung eines „großen traditionellen Finanzinstituts“ für jeden Krypto-Asset-Fonds oder jedes Anlagevehikel zu haben, bevor sie erwägen, Geld darin zu investieren. Darüber hinaus betrachteten 96 % der Befragten digitale Assets als eine Möglichkeit zur Anlagediversifizierung zusätzlich zu traditionellen Anlageklassen.
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Branchenbeobachter prognostizieren nach der BlackRock-Spot-ETF-Bewerbung einen Anstieg der institutionellen Investitionen. Darüber hinaus äußerten sich 82 % der befragten professionellen Anleger in den nächsten 12 Monaten optimistisch über die Krypto-Anlageklasse im Allgemeinen und nannten insbesondere Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) als Grundlage der Web3-Wirtschaft und als langfristige Quelle für Investitionsmöglichkeiten.
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Dr. Jez Mohideen, CEO von Laser Digital, betonte, dass die Studie zeige, dass institutionelle Anleger eine klare Rolle für digitale Vermögenswerte in der Investmentmanagementlandschaft sehen und die Vorteile, die sie mit sich bringen können, wie etwa eine stärkere Diversifizierung der Portfolios. Etwa drei Viertel der Befragten gaben jedoch an, dass gesetzliche oder regulatorische Beschränkungen ihre Unternehmen oder Kunden daran hindern könnten, in kryptobezogene Fonds oder Produkte zu investieren.
Nach dem Zusammenbruch von FTX im November haben die globalen Regulierungsbehörden die Kontrolle über den Sektor der digitalen Vermögenswerte verstärkt, obwohl viele Länder aktiv Regulierungen für die neue Anlageklasse einführen.
Laser Digital hat eine unabhängige globale Umfrage unter institutionellen Anlegern in 21 Ländern in Europa, dem Nahen Osten, Asien, Südafrika und Lateinamerika durchgeführt. Die Umfrage umfasste über 300 institutionelle Anleger mit einem Gesamtvermögen von 4,9 Billionen US-Dollar, darunter Vermögensverwalter, Pensionsfonds, Hedgefonds, Investmentfonds und Versicherungsvermögensverwalter.
Nomura gründete im September seinen Krypto-Venture-Zweig Laser Digital. Die Tochtergesellschaft des japanischen Bankenriesen konzentriert sich für den nächsten Wachstumsschub der Kryptobranche auf Asien, wobei die regulatorische Klarheit in Japan und Hongkong die Beteiligung des Einzelhandels ankurbeln dürfte, so Mohideen.