Eine Schusswunde, Bitcoin-Millionen und ein dubioses Krypto-Projekt. Die Polizei hat die Leiche des vermissten Onfocoin-Gründers gefunden.

Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtete, fand die Polizei die Leiche des Onfocoin-Gründers Dr. John Forsyth am 30. Mai, mehr als eine Woche nach seinem Verschwinden. Am 21. Mai meldeten Angehörige den Notarzt als vermisst, nachdem er nicht zu seiner Schicht im Mercy Hospital in Cassville, Missouri, erschienen war.
Seine Familie veröffentlichte kurz darauf einen Informationsaufruf in den sozialen Medien. Am 28. Mai stellten die Behörden fest, dass das Auto des Arztes weniger als eine Meile vom Krankenhaus entfernt geparkt war. Im unverschlossenen Fahrzeug fanden die Beamten eine Brieftasche, einen Reisepass, einen Laptop und eine Arbeitsaktentasche.
Zwei Tage später stieß die Polizei eine Stunde südlich des Ortes, an dem er zuletzt gesehen worden war, auf Forsyths Leiche. Trotz einer Schusswunde vermuteten die Beamten keinen Fremdeinfluss, heißt es. Forsyth und sein Bruder gründeten das Krypto-Unternehmen Onfocoin. Den Angaben der Website zufolge können Nutzer dort Geld verdienen, indem sie Freunde anwerben. „Laden Sie viele Leute ein und Ihr Guthaben wächst, ohne einen Cent auszugeben“, verspricht das angeblich auf Stellar basierende Krypto-Projekt.
Der jüngste Twitter-Beitrag datiert vom 19. Juli 2019, nachdem Onfocoin (ONFO) angeblich auf der Kryptobörse Coinsbit handelbar war. ONFO ist weder auf CoinMarketCap noch auf Coingecko zu finden. Forsyth ist laut Forbes ein „Bitcoin-Millionär“, der Mathematik studiert und schon früh mit BTC und der Blockchain in Berührung gekommen sei. Der Onfocoin-Gründer ist nicht der erste Krypto-Investor, der unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Im April starb der Cash-App-Erfinder Bob Lee nach einem Messerangriff – die Identität des Täters ist noch immer unklar.