KURZE AUFNAHMEN:
Die japanische Investmentgesellschaft Softbank könnte das jüngste Opfer der Auswirkungen der Kryptobörse FTX sein. Das technologieorientierte Unternehmen hatte Berichten zufolge fast 100 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert.
Softbank könnte sich dazu entschließen, seine gesamte Investition in FTX abzuschreiben, da die Börse langsam der Insolvenz entgegensteuert. FTX-Gründer Sam Bankman Fried sagte diese Woche, dass die Börse ohne baldigen Geldzufluss möglicherweise Insolvenz anmelden muss
Eine anonyme Quelle erklärte gegenüber Bloomberg, dass Softbank die Investition voraussichtlich im Dezemberquartal abschreiben werde.
Die Investition lag bereits nahe an den Kosten des Marktes und verzeichnete weder eine Wertsteigerung noch einen Gewinnanstieg.
Softbank hatte sich zuvor an zwei Finanzierungsrunden für FTX beteiligt. Dazu gehörte eine Finanzierungsrunde der Serie B im Wert von 900 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr und eine weitere von 400 Millionen US-Dollar in diesem Jahr.
Allerdings hat das Unternehmen noch nicht den Gesamtwert seiner Investition oder die Entwicklung seines Anteils bekannt gegeben.
Sequoia Capital, einer der größten Investoren von FTX, hatte bereits erklärt, dass sein Engagement an der Börse begrenzt sei. Anfang dieser Woche gab auch das Unternehmen bekannt, dass es angesichts des jüngsten Chaos die Hälfte dieser Investition, die auf 200 Millionen Dollar geschätzt wurde, abgeschrieben habe.
Zu den weiteren größten Geldgebern von FTX gehören die in Singapur ansässige Investmentfirma Temasek mit 205 Millionen Dollar. Dazu gehören auch Paradigm mit 215 Millionen Dollar und der Ontario Teachers’ Pension Plan mit 80 Millionen Dollar.