Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist der US-Dollar die wichtigste Reservewährung der Welt und spielt im internationalen Währungssystem eine zentrale Rolle.

Während der Zeit des Goldstandards und später während der Bretton-Woods-Ära wurde der internationale Handel im Allgemeinen mit Währungen abgewickelt, die in Gold oder US-Dollar konvertierbar waren.

Im Goldstandardsystem waren die Währungen der teilnehmenden Länder an einen festen Wechselkurs gegenüber Gold gebunden. Internationale Zahlungen erfolgten in Gold, was bedeutete, dass die Länder ihre Währung jederzeit zum festen Wechselkurs in Gold umtauschen konnten.

Während des Bretton-Woods-Abkommens koppelten die Länder ihre Wechselkurse an den US-Dollar, der wiederum bei 35 Dollar pro Unze Gold lag. Internationale Zahlungen erfolgten in US-Dollar, die von ausländischen Regierungen jederzeit in Gold umgetauscht werden konnten.

Der US-Dollar wurde in dieser Zeit zur wichtigsten Reservewährung der Welt, da Gold schwer zu beschaffen war und andere Länder bereit waren, Reserven in US-Dollar anzuhäufen, um den internationalen Handel zu erleichtern und ihre eigenen Währungen vor Schwankungen zu schützen. US-Dollar galten als stabile und zuverlässige Reservewährung, die durch die Konvertierbarkeit in Gold gedeckt war.

Der Dollar erfreute sich einer immer größeren Nachfrage und die USA produzierten mehr davon, um die Nachfrage zu befriedigen.

Es gab eine Zeit, in der die Vereinigten Staaten mehr Dollar im Umlauf hatten als Goldreserven, was für die Vereinigten Staaten ein ernsthaftes Problem darstellte, wenn die beiden Länder den Umtausch der in ihrem Besitz befindlichen US-Dollar in Gold verlangen würden.

In den 1960er Jahren kam es daher zu einem deutlichen Anstieg des Handelsdefizits und der Zahlungsbilanz der USA. Die Anleger begannen sich Sorgen zu machen, ob die USA ihren festen Wechselkurs zum Gold aufrechterhalten könnten, was den Dollar unter Druck setzte.

1971 verkündete US-Präsident Richard Nixon, dass der Dollar nicht mehr in Gold konvertierbar sein würde. Dies markierte das Ende des Goldstandards und ermöglichte es den Vereinigten Staaten, den Wert des Dollars entsprechend der weltweiten Nachfrage zu kontrollieren. Man sollte jedoch bedenken, dass die Länder, seit der Dollar nicht mehr durch Gold gedeckt ist, den größten Teil ihres Dollars verloren haben und der Dollar mehr als 90 % seines Wertes verloren hat.

Um den völligen Zusammenbruch des Dollars im Jahr 1970 zu verhindern, führten die Vereinigten Staaten das Petrodollar-System ein. Beim Petrodollar wurde Rohöl ausschließlich in US-Dollar gehandelt, was die Position des Dollars als wichtigste Reservewährung der Welt stärkte.

Seit den 2000er Jahren haben Schwellenländer daher begonnen, ihre Devisenreserven durch die Verwendung anderer Währungen wie dem Euro und dem chinesischen Yuan zu diversifizieren.