On-Balance Volume (OBV) ist ein kumulativer volumenbasierter Indikator, der den Fluss des Volumens in Bezug auf Preisbewegungen verfolgt. Im Gegensatz zu typischen Volumenbalken, die einfach zeigen, wie viel gehandelt wurde, weist OBV dem Volumen eine Richtung zu und verwandelt es in eine laufende Summe, die entweder steigt oder fällt, je nachdem, ob der Schlusskurs gestiegen oder gefallen ist.

Die Kernmessung von OBV ist die Ansammlung oder Verteilung von Volumen über die Zeit. In jedem Zeitraum wird das Volumen zur Gesamtsumme hinzugefügt, wenn der Preis höher schließt als im vorherigen Zeitraum, und abgezogen, wenn der Preis niedriger schließt. Wenn der Preis unverändert bleibt, bleibt das OBV-Niveau stabil. Dies schafft eine einzelne Linie, die den Nettovolumenfluss darstellt.

OBV misst nicht den tatsächlichen Kauf- oder Verkaufsdruck in absoluten Zahlen, sondern vielmehr die relative Dominanz von Käufern oder Verkäufern basierend auf der Volumenbeteiligung. Ein steigendes OBV deutet darauf hin, dass das Volumen steigende Preisbewegungen begleitet, was auf eine Ansammlung hinweist. Ein fallendes OBV zeigt an, dass das Verkaufsvolumen dominiert, was auf eine Verteilung hinweist.

Da OBV kumulativ ist, funktioniert es wie ein volumengetriebenes Momentum-Indikator. Es glättet einzelne Volumenspitzen, indem es sich auf die Nettowirkung über die Zeit konzentriert und Händlern hilft zu erkennen, ob das Volumen die Preistrends bestätigt oder widerspricht. Divergenzen zwischen OBV und Preis signalisieren oft potenzielle Umkehrungen, da sie einen Wechsel in den zugrunde liegenden Volumendynamiken widerspiegeln.

Dies macht OBV zu einem Werkzeug zur Messung des Volumenengagements in Richtung Preis, anstatt die Rohhandelsaktivität zu messen. Es zeigt, ob der Markt von Überzeugungen oder lediglich spekulativ getrieben ist, indem beobachtet wird, wie viel Volumen hinter jeder Preisbewegung steht.