Vitalik Buterins L2-Spektrumkonzept, das in seinem frühen Post im Februar 2026 (um den 3. Februar herum) vorgestellt wurde, stellt einen bedeutenden Wandel von Ethereums ursprünglichem "rollup-zentrierten Fahrplan" dar. Diese ältere Vision betrachtete Layer-2-Netzwerke (wie Arbitrum, Optimism, Base, zkSync) im Wesentlichen als einheitliche "markenbezogene Shards" – eng integrierte Erweiterungen von Ethereum L1, die dessen vollständige Sicherheit erben, dasselbe soziale/ Konsensmodell teilen und hauptsächlich existieren, um skalierbaren Blockraum bereitzustellen, während sie alles unter Ethereums Schirm halten.

Das Umdenken erkennt zwei wesentliche Realitäten im Jahr 2026 an:

- Ethereums L1 hat sich viel schneller skaliert als erwartet (dank von Upgrades wie Dencun, Pectra/Fusaka-Plänen für höhere Gaslimits und mehr Blobs, was zu sehr niedrigen Gebühren und direkter Mainnet-Nutzbarkeit führt).

- Viele L2s haben sich langsamer in Richtung vollständiger Dezentralisierung bewegt (Stufe 2-Rollups ohne Sicherheitsrat-Kontrolle, tiefe Interoperabilität usw.), und einige könnten absichtlich zentralisierter bleiben aus regulatorischen, geschäftlichen oder Leistungsgründen.

Anstatt alle L2s in eine Form zu zwingen, schlägt Vitalik vor, sie als ein volles Spektrum (oder Kontinuum) von Designs zu betrachten. Dies ermöglicht Vielfalt in Sicherheit, Integration und Zweck — Benutzer und Entwickler wählen basierend auf expliziten Kompromissen, anstatt davon auszugehen, dass alles "Ethereum-äquivalent" ist.

Das L2-Spektrum: Schlüsselenden und Abstufungen

- Ein Ende: Vollständig Ethereum-ausgerichtete / eng gesicherte Ketten

Diese erben so viel wie möglich von Ethereums vollem Sicherheitsmodell.

- Starke Ausrichtung an Ethereums sozialer Schicht (Validatoren, Staker, Kultur).

- Maximale Sicherheitserbschaft (z. B. über ZK-Nachweise oder Betrugsnachweise, die auf L1 verifiziert werden).

- Hohe Erwartungen an Dezentralisierung (Ziel ist Stufe 2+).

- Oft noch auf allgemeine Skalierung fokussiert, aber mit enger Komponierbarkeit und vertrauensminimierten Brücken.

Beispiele: Reife optimistische/zk-Rollups, die vollständige Stufe 2 erreichen (keine Multisig-Fluchtwege) oder zukünftige "native Rollups" mit integrierter L1-Unterstützung (z. B. über Vorkompilierungen für ZK-EVM-Verifizierung zur Ermöglichung synchroner Komponierbarkeit).

- Mittel-/Gradientenbereich: Teilweise verbundene oder hybride Ketten

Diese bieten einige Ethereum-Sicherheit, jedoch mit bewussten Kompromissen für Leistung, Funktionen oder Spezialisierung.

- Lockerere Vertrauensasumptions (z. B. teilweise Abhängigkeit von Multisigs oder alternativen DA).

- Daten weiterhin an Ethereum posten oder dort abwickeln, aber nicht vollständig als Ethereum-Shards "markiert".

- Optimiert für Nischen wie schnellere Sequenzierung, niedrigere Latenz oder spezifische Optimierungen.

- Anderes Ende: Unabhängigere / lose verbundene Ketten

Diese funktionieren näher an separaten L1s mit optionalen Ethereum-Verbindungen (z. B. über Brücken anstelle von nativen Sicherheitsübertragungen).

- Priorisieren extreme Spezialisierung (ultra-hohe Durchsatzraten, die selbst das erweiterte L1 übertreffen, non-EVM-VMs, Datenschutz standardmäßig, anwendungsspezifische Ausführung, KI-soziale-Spielumgebungen, nicht-finanzielle Anwendungsfälle).

- Möglicherweise schwächere oder keine direkte Ethereum-Sicherheit (Benutzer akzeptieren höhere Risiken für Vorteile).

- Vitalik stellt fest, dass eine Kette, die nicht mindestens Stufe 1 (grundlegende Betrugs-/Gültigkeitsnachweise) erreicht, eher wie eine separate L1 mit Brücken behandelt werden sollte, nicht wie ein echtes L2.

Das Spektrum vermeidet binäre "Ethereum oder nicht"-Denkweisen — es geht um Transparenz: Jedes Projekt kommuniziert klar seine Garantien, Kompromisse und Mehrwert über "günstige Transaktionen" hinaus.

Warum dieser Wandel wichtig ist

L2s müssen nicht mehr nur damit konkurrieren, billig/schnelle Kopien von Ethereum zu sein (da L1 das jetzt besser handhabt). Stattdessen gedeihen sie, indem sie sich differenzieren:

- Datenschutzfunktionen (z. B. integrierte ZK-Privatsphäre).

- Spezialisierte VMs oder Ausführungsumgebungen.

- Extreme Skalierung für hochfrequente Apps.

- Nicht-finanzielle Nischen (sozial, Identität, KI-Koordination).

- Ultra-schnelle Bestätigungen oder latenzarme Sequenzierung.

Vitalik drängt auch auf technische Ermöglicher wie native Rollup-Unterstützung auf L1 (Vorkompilierungen für einfachere ZK-Verifizierung), um eine enge Integration für ausgerichtete Ketten zu erleichtern, während er anderen erlaubt, sich zu divergieren, ohne das Ökosystem unnötig zu fragmentieren.

Diese visuellen Darstellungen erfassen verwandte Konzepte: Illustrationen des Ethereum L2-Ökosystems, Vitalik-themenbezogene Grafiken und technische Diagramme (z. B. zkEVM-Vergleiche, die die Ausführungsvielfalt zeigen, die mit Spektrum-Ideen übereinstimmt). Es gibt noch kein einzelnes "Spektrum-Diagramm" aus dem Beitrag, aber die Diskussion betont dieses Kontinuum über Einheitlichkeit.

Diese Evolution hält Ethereum modular und anpassungsfähig — L1 wird direkt stärker, während L2s ein Toolkit spezialisierter Optionen werden, anstatt eine universelle Skalierungslösung zu sein.

#EthereLayer2Rethink #bitcoin #Binance