Die Europäische Union hat kürzlich neue Vorschriften erlassen, die darauf abzielen, Geldwäsche durch den Einsatz von Kryptowährungen zu verhindern.

Die Europäische Union (EU) hat einen neuen Gesetzesentwurf verabschiedet, der darauf abzielt, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung durch den Einsatz von Kryptowährungen zu verhindern. Das Gesetz sieht eine Obergrenze von 1.000 Euro (1.083 US-Dollar) für anonyme Krypto-Transfers vor und begrenzt außerdem Bargeldtransaktionen auf 7.000 Euro (7.585 US-Dollar).

Ziel der EU ist es, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern, indem sie anonyme Kryptotransfers und Bargeldtransaktionen einschränkt. Dieser Schritt ist ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit von Finanztransaktionen innerhalb der EU.

Die neu verabschiedeten Texte verlangen von den Verwaltern von Krypto-Vermögenswerten mehr Transparenz und Compliance sowie eine Überprüfung der Identität, des Vermögens und der Unternehmenskontrolle der Kunden.

Unternehmen wie Banken, Immobilienmakler und professionelle Fußballvereine auf höchstem Niveau müssen die spezifischen Risiken im Zusammenhang mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in ihrem Geschäftsbereich ermitteln und diese Informationen an ein zentrales Register melden.

Die Europäische Anti-Geldwäschebehörde (AMLA) wurde im Juni 2022 gegründet, um die Regulierung durchzusetzen. Emil Radev, Ko-Berichterstatter für die AMLA, betonte den Wert einer engen Abstimmung zwischen der neuen Behörde und den nationalen Aufsichtsbehörden sowie einer direkten Aufsicht über die riskantesten Finanzunternehmen und Anbieter von Krypto-Asset-Diensten, die in mehreren Mitgliedstaaten tätig sind.

Die Europäische Bankenföderation (EBF) hat ein dreistufiges Modell für den digitalen Euro vorgeschlagen, an dem die Europäische Zentralbank und zwei Branchenebenen beteiligt sind.

Die erste Branchenebene würde mit dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum interagieren, während die zweite, die sogenannte „Branchenebene B“, vom privaten Sektor entwickelt und betrieben würde. Der Vorschlag zielt darauf ab, ein System zu schaffen, das für alle Benutzer zugänglich und zuverlässig ist.

Die endgültige Entscheidung über die Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA) der Europäischen Union wurde jedoch auf April 2023 verschoben. Diese Verzögerung unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die politischen Entscheidungsträger bei der Regulierung der sich rasch entwickelnden Welt der Kryptowährungen stehen.

Angesichts des anhaltenden Wachstums der digitalen Wirtschaft ist es von entscheidender Bedeutung, dass die politischen Entscheidungsträger zusammenarbeiten, um einen Regulierungsrahmen zu schaffen, der die Verbraucher schützt und gleichzeitig Innovation und Wachstum fördert.