Datum: 23. Januar 2026

Thema: Rohstoffe / Geopolitik

Anfang 2026 steht der Markt für Edelmetalle an einem prekären Wendepunkt. Während Gold nahe $4.700 pro Unze schwebt und Silber Rekorde über $90 sprengt, sind die Investoren zwischen Euphorie und Angst gefangen. Obwohl die aktuellen Trends historisch optimistisch sind, wachsen die Befürchtungen eines bevorstehenden "Crashs". Diese Volatilität ist nicht nur ein Marktzyklus; sie ist die direkte Folge eines eskalierenden wirtschaftlichen Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China, wo Gold und Silber von passiven Vermögenswerten in geopolitische Waffen verwandelt wurden.

Die "Crash"-Erzählung: Liquidität und Margen

Warum flüstern Händler über einen Crash, wenn die Preise auf Rekordhöhen sind? Die Antwort liegt in den Marktmechanismen. Der jüngste parabolische Anstieg des Silbers—über 35 % nur in den ersten Wochen von 2026—hat "überkaufte" Signale ausgelöst.

Wenn die Preise von Vermögenswerten zu schnell steigen, erhöhen Börsen (wie die CME Group) oft die Margin-Anforderungen, um Spekulationen einzudämmen. Dies zwingt gehebelte Händler, sofort mehr Bargeld zu zahlen. Diejenigen, die nicht zahlen können, sind gezwungen zu verkaufen, was eine Kaskade von Liquidationen auslöst. Wir haben einen Vorgeschmack darauf Ende 2025 gesehen, und die Ängste wachsen, dass ein ähnlicher "Liquiditätsabfluss" die Silberpreise innerhalb von Tagen um 20-30 % senken könnte. Das ist kein Verlust an Wert; es ist ein erzwungenes Abstoßen.

Der Katalysator: Der Ressourcenkrieg zwischen den USA und China

Der Haupttreiber dieser Volatilität ist die Waffensystematisierung des Handels. Ab dem 1. Januar 2026 hat China strenge Exportlizenzen für raffiniertes Silber und andere kritische Mineralien eingeführt. Als größter Raffiner der Welt drosselt Beijings Schritt effektiv das globale Angebot und schafft ein strukturelles Defizit.

Chinas Strategie: Durch die Einschränkung von Exporten drückt China auf westliche Industrien (insbesondere Solar- und Elektrofahrzeughersteller), die stark auf Silber angewiesen sind. Gleichzeitig hortet die Volksbank von China (PBOC) weiterhin Gold, um ihre Reserven zu de-dollarisierten und schafft so eine "Unterstützung" für die Goldpreise.

Die Reaktion der USA: Die USA haben mit aggressiven Zöllen und Maßnahmen reagiert, um Lieferketten außerhalb des chinesischen Einflusses zu sichern (z. B. die jüngsten geopolitischen Manöver in Bezug auf Grönland). Diese Vergeltungsmaßnahmen schaffen Unsicherheit und treiben die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen, während sie das Angebot an Silber physisch einschränken.

Strukturelle Defizite vs. Spekulative Blasen

Investoren müssen zwischen einer Preiskorrektur und einem strukturellen Crash unterscheiden. Ein Crash impliziert einen fundamentalen Verlust der Nachfrage. Die Daten deuten jedoch auf das Gegenteil hin.

Silber: Die industrielle Nachfrage nach Silber im Jahr 2026 wird voraussichtlich das Angebot aus dem Bergbau um Hunderte von Millionen Unzen übersteigen. Selbst wenn Spekulanten verkaufen, müssen industrielle Käufer kaufen.

Gold: Mit erwarteten Zinssenkungen der Federal Reserve im Jahr 2026 zur Verwaltung der US-Schulden sieht sich der Dollar Gegenwind ausgesetzt. Historisch gesehen wirkt ein schwächerer Dollar als Raketentreibstoff für Gold.

Ausblick: Turbulenzen voraus

Die Warnsignale für einen "Crash" sind real, deuten jedoch wahrscheinlich auf kurzfristige Volatilität hin, statt auf einen langfristigen Bärenmarkt. Wir könnten heftige Rückgänge sehen—die möglicherweise Gold auf $4,200 oder Silber auf $70 drücken—getrieben durch Gewinnmitnahmen und Margin-Anrufe. Solange der wirtschaftliche Konflikt zwischen den USA und China sich auf kritische Ressourcen konzentriert, bleibt die langfristige Richtung für diese Metalle jedoch aufwärts gerichtet.

Fazit: Der Markt ist derzeit ein Schlachtfeld. Für den kurzfristigen Spekulanten ist das Risiko eines Crashs hoch. Für den langfristigen strategischen Investor könnten diese Rückgänge die letzten Möglichkeiten darstellen, Vermögenswerte zu erwerben, die im wirtschaftlichen Krieg des 21. Jahrhunderts zentral sind.

Nächster Schritt

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