Der Beitrag Weißrussland etabliert Krypto-Banken-Rahmen unter der Aufsicht der Nationalbank erschien zuerst auf Coinpedia Fintech News

Weißrussland hat offiziell Krypto-Banken legalisiert, was einen bemerkenswerten Wandel in der Herangehensweise des Landes an digitale Vermögenswerte markiert. Präsident Alexander Lukaschenko hat ein Dekret unterzeichnet, das es Finanzinstituten erlaubt, Kryptowährungsdienste neben traditionellen Bankprodukten wie Einlagen, Überweisungen und Krediten anzubieten. Auf den ersten Blick signalisiert der Schritt Weißrusslands Absicht, On-Chain-Finanzierung mit vertrauter Bankinfrastruktur zu verbinden und sein Finanzsystem zu modernisieren.

Unter den neuen Regeln dürfen nur Unternehmen, die als Einwohner des Hochtechnologieparks (HTP) von Belarus registriert sind, als Krypto-Banken tätig sein. Diese Firmen müssen auch in einem speziellen Register aufgeführt sein, das von der Nationalbank der Republik Belarus geführt wird. Krypto-Banken werden nicht als vollwertige Geschäftsbanken behandelt, sondern agieren als nicht-banken Finanzinstitute unter der Aufsicht des HTP, was den Regulierungsbehörden eine strengere Kontrolle ermöglicht und gleichzeitig Innovationen fördert.

Was das für Benutzer bedeutet

Für lokale Benutzer und Unternehmen verspricht der Rahmen Zugang zu hybriden Finanzprodukten, die Fiat und Krypto reibungsloser verbinden. Theoretisch könnte dies die Reibung beim Wechsel zwischen traditionellen Zahlungen und digitalen Vermögenswerten verringern und schnellere Abwicklungen sowie mehr Flexibilität als die herkömmliche Banken bieten. Es bietet auch einen regulierten Weg für Krypto-Aktivitäten innerhalb von Belarus, etwas, das in vielen Rechtsordnungen eingeschränkt oder unklar war.

Die Vorteile kommen jedoch mit strengen Grenzen. Berichten zufolge müssen Krypto-Banken eine vollständige Fiat-Deckung aufrechterhalten und innerhalb klar definierter Regeln arbeiten, was das Risiko begrenzt, aber auch die Freiheit verringert, die oft mit Krypto-Märkten verbunden ist.

Teil eines breiteren Trends im On-Chain-Finanzwesen

Die Entscheidung von Belarus steht im Einklang mit einem breiteren globalen Wandel, da die Finanzen zunehmend on-chain verlagert werden. Branchendaten zeigen, dass bereits mehr als die Hälfte der großen Banken in digitale Vermögenswerte investieren, während etwa ein Viertel Krypto-Depot und -Handel erkundet oder anbietet. Die Tokenisierung gewinnt ebenfalls an Schwung, da ein wachsender Anteil von Anleihen und realen Vermögenswerten erwartet wird, die auf Blockchain-Schienen ausgegeben und verwaltet werden.

Gleichzeitig entwickelt sich DeFi in Richtung nachhaltigerer Modelle, die sich auf Rentabilität anstatt auf inflationäre Anreize konzentrieren. Stablecoins, tokenisiertes Bargeld und sogar KI-gesteuerte Finanzagenten prägen zunehmend, wie Kapital über digitale Märkte fließt.

Kontrolle über die Akzeptanz, nicht Bitcoin FOMO

Trotz der Schlagzeilen mahnen einige Analysten zur Vorsicht. Der Krypto-Analyst Brain argumentiert, dass der Schritt von Belarus weniger mit der Akzeptanz von Bitcoin zu tun hat, sondern mehr mit Kontrolle. Durch die Legalisierung von Krypto-Banken, während große ausländische Börsen verboten und strenge Sicherheiten gefordert werden, kanalisiert die Regierung alle Krypto-Aktivitäten effektiv durch staatlich genehmigte Institutionen.

Seiner Ansicht nach ist dies eine Strategie zur Steuerung von Kapitalflüssen und zur Navigation durch Sanktionen, nicht ein Zeichen für die Akzeptanz von Bitcoin durch Nationalstaaten. Da die Bitcoin-Preise weitgehend unverändert bleiben, scheint der Markt vorerst damit einverstanden zu sein. Der wahre Test, sagt er, wird sein, ob dieser Rahmen ausländisches Kapital anzieht oder einfach die heimische Liquidität innerhalb regulierter Mauern einschränkt.