Ein Unternehmen behauptet, einen Weg gefunden zu haben, Bitcoin vor der Quantenbedrohung zu schützen
BTQ Technologies, ein Unternehmen, das sich auf quantensichere Kryptografie spezialisiert, hat eine neue Lösung angekündigt, die darauf abzielt, die Bitcoin-Blockchain vor zukünftigen quantenbasierten Bedrohungen zu schützen.
Das Unternehmen erklärte, dass dieses Netzwerk, das als „Bitcoin Quantum“ bezeichnet wird, ein lizenzfreies Fork-Testnet ist, das zur Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegenüber quantenbasierten Angriffen entwickelt wurde.
Chris Tam, Direktor für Partnerschaften bei BTQ, erklärte, dass Bitcoin Quantum eine öffentliche Testumgebung für Minen, Entwickler, Forscher und Nutzer bietet. Laut Tam ermöglicht dieses Netzwerk die Belastungstests quantenbasierter Transaktionen und die Beobachtung von Kompromissen, die sich im realen Einsatz ergeben könnten, bevor Diskussionen über eine Aktualisierung des Hauptnetzwerks dringend werden. Das System beinhaltet auch Komponenten wie Blockexplorer und Mining-Pools, was eine sofortige Zugänglichkeit gewährleistet.
Tam betonte außerdem, dass Dilithium (offiziell bekannt als Modular Lattice-Based Digital Signature Algorithm – ML-DSA), ein quantensicheres Signaturverfahren, das im August 2024 in den USA standardisiert wurde, die zentrale Technologie im Bitcoin Quantum-Netzwerk ist. Er bemerkte jedoch, dass solche Algorithmen bisher noch nicht weit verbreitet sind, insbesondere in schnell innovativen Bereichen wie Kryptowährungen.
Der Hauptgrund dafür sind Kosten- und Leistungsprobleme. Im Vergleich zu den digitalen Signaturen, die in aktuellen Blockchains verwendet werden, sollen quantensichere Algorithmen eine Datenmenge haben, die mindestens 200-mal größer ist. Dies erhöht die Transaktionskosten und die Leistungsbelastung bei großflächigen Implementierungen erheblich.
