Ripple fordert die SEC auf, die Regulierung von Kryptowährungen von den Wertpapiergesetzen zu trennen, basierend auf rechtlichen Rechten
Am 9. Januar reichte Ripple einen Brief an die Crypto Task Force der US-amerikanischen SEC ein und schlug einen rechtsbasierten Rahmen für die Regulierung digitaler Vermögenswerte vor, anstatt sich auf Marktaktivitäten, Spekulationen oder technologische Gestaltung zu stützen. Ripple argumentiert, dass Wertpapiergesetze nur Anwendung finden sollten, um durchsetzbare Versprechen in Verbindung mit einer Transaktion durchzusetzen, und sich beenden sollten, sobald diese Versprechen erfüllt sind.
Der Brief wurde von Chief Legal Officer Stuart Alderoty, General Counsel Sameer Dhond und Deputy General Counsel Deborah McCrimmon unterzeichnet. Ripple betonte: „Der entscheidende Faktor sind die rechtlichen Rechte des Inhabers, nicht deren wirtschaftliche Erwartungen. Ohne diese klare Trennlinie wird die Definition eines Wertpapiers und die Zuständigkeit der SEC zu einem verschwommenen und unbegrenzten Bereich.“
Ripple kritisierte zudem Ansätze, die Dezentralisierung, Handelsverhalten oder kontinuierliche Entwicklung als Ersatz für rechtliche Verpflichtungen betrachten. Das Unternehmen betonte, dass reine Passiv-Spekulation allein kein Wertpapier schafft: „Was ein Wertpapier ausmacht, ist ein rechtlicher Anspruch auf das Unternehmen – beispielsweise Ansprüche auf Dividenden, Umsatzzahlungen, Ausschüttungen bei Liquidation oder Eigentum – und nicht lediglich die Hoffnung auf Kurssteigerung.“
Der Brief vergleicht Kryptomärkte mit Rohstoffen und Konsumgütern, die aktiv gehandelt werden, ohne dass Wertpapiergesetze in Kraft treten, und befürwortet maßgeschneiderte Offenlegungen, wenn direkte Versprechen oder behaltenes Kontrollrecht bestehen, wobei hervorgehoben wird, dass Betrug und Marktmanipulation weiterhin unter bestehenden Durchsetzungsbehörden behandelt werden können.


