Der Mitbegründer von Ethereum, Vitalik Buterin, argumentiert, dass die wertvollste Aktualisierung für Ethereum darin bestehen könnte, zu wissen, wann man aufhören sollte, zu aktualisieren.

Buterin schlägt vor, Teile der Basis-Ebene zu sperren, um Fehler und Überraschungen zu reduzieren und sicherzustellen, dass Ethereum auch dann sicher funktioniert, wenn seine Wartungsteams verschwinden. Er nennt dies den „Walkaway-Test“, mit dem das Basisprotokoll wie ein vertrauensminimierter Werkzeug funktionieren soll, anstatt einem Dienst zu ähneln, der versagt, wenn die Entwickler aufhören, ihn zu pflegen.

Anstatt ständige Neuerfindung zu betreiben, stellt Buterin sich eine „Ossifikation“ vor: ein Netzwerk, das eingefroren werden kann, ohne seine Kernfunktionalität zu verlieren. Innovation würde sich dann auf Layer-2-Lösungen, Wallets, Datenschutztools und Anwendungen verlagern, während die Basis-Ebene stabil und sicher bleibt.

Dieser Ansatz dient auch als Kritik an der Krypto-Kultur, die schnelle Nachahmer belohnt. Das langfristige Ziel von Ethereum ist es, Risiken bei hochstehenden Aktualisierungen durch sorgfältige Protokollgestaltung zu minimieren, um Glaubwürdigkeit und Stabilität zu gewährleisten, während Evolution weiterhin durch Client-Optimierungen und Parameteranpassungen möglich bleibt, anstatt durch disruptive Forks.