Was entscheidet, ob Sie Gewinne realisieren sollen, ist nicht die Höhe der Kurssteigerung, sondern ob die zentrale Logik, die den Markt bewegt, an Kraft verliert.
Viele Händler begehen den Fehler, nur auf den Kurs selbst zu achten und die "Ursache" hinter dem Kursverlauf zu übersehen. Wenn der Markt stark ansteigt und Sie feststellen, dass sich die Grundlagen nicht weiter verbessern, sondern sogar entgegengesetzte Signale auftreten – beispielsweise eine erneute Akkumulation von Lagerbeständen, eine Umkehrung der politischen Erwartungen oder eine Verlangsamung der Nachfrage in der nachgelagerten Industrie – dann sollten Sie, selbst wenn der Kurs weiterhin auf hohem Niveau schwankt, allmählich über eine Gewinnrealisierung nachdenken. Umgekehrt, wenn der Kurs stark steigt, die Grundlagen jedoch weiterhin stärker werden, und die Kurssteigerung nur aufgrund einer zu schnellen Aufwärtsbewegung zu erhöhter Volatilität führt, dann wäre ein zu frühes Verkaufen riskant und könnte die zweite Hälfte der Hauptaufwärtsbewegung verpassen.
Neben den Grundlagen sollten Händler auch Veränderungen in der Marktstruktur beobachten. Bevor ein starkes Marktumfeld endgültig beendet wird, treten oft einige "kleine, aber gefährliche" Signale auf, wie beispielsweise eine abnehmende Handelsvolumen bei steigenden Kursen, neue Höchststände bei sinkender Marktbeteiligung, oder eine deutliche Zunahme der kurzfristigen Schwankungen ohne nachhaltige Aufwärtsbewegung. Diese Signale bedeuten nicht unbedingt sofort eine Trendumkehr, weisen jedoch oft darauf hin, dass der Markt von einer Trend-basierten Entwicklung in eine Emotions-basierte Dynamik übergeht. In diesem Stadium ist ein Halten der Position nicht unmöglich, aber es muss bewusst sein, dass das Risiko zunimmt und die Strategie zur Gewinnrealisierung aktiver werden muss.
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