Die Spekulationen über ein potenzielles Bündnis zwischen **Ripple** und Amazon gewinnen in der Kryptowährungsgemeinschaft an Kraft, doch beide Unternehmen haben bisher offiziell keine Zusammenarbeit oder zukünftige Kooperation bestätigt.
Was ist passiert: Die Vermutungen über eine Partnerschaft steigen
Berühmte Analysten und XRP-Befürworter treiben die Diskussion über ein potenzielles Geschäft zwischen dieser Kryptowährungszahlungsunternehmen und einem Big-Tech-Unternehmen voran.
Der Befürworter von X, Stellar Rippler, der über 24.000 Follower hat, behauptet, dass der CEO von Ripple **Brad Garlinghouse** vor mehreren Jahren angedeutet habe, dass Amazon XRP für Zahlungen und Abrechnungen nutzen könnte.
Er behauptete, dass die früheren Geheimhaltungsvereinbarungen (NDA) nicht nur Spekulationen waren, sondern Teil eines größeren Plans. Er glaubt, dass die jüngsten Entwicklungen mit den Hinweisen aus der Vergangenheit zusammenpassen.
Abdullah Nassif, Moderator der Show 'Good Evening Crypto', erklärte, dass Amazon Web Services und Ripple derzeit Möglichkeiten erforschen, Amazon Bedrock KI zur Anwendung auf dem XRP Ledger einzusetzen, um die Zeit für die Analyse von Systemprotokollen von mehreren Tagen auf wenige Minuten zu verkürzen.
ChainCatcher berichtete zudem, dass Amazon Web Services und Ripple derzeit Möglichkeiten erforschen, die Überwachung und Analyse der XRP Ledger mit den generativen KI-Funktionen von Amazon Bedrock zu stärken.
Beide Unternehmen zielen darauf ab, die Zeit für die Untersuchung von Netzwerkproblemen durch die Anwendung von KI-Analysen auf die XRPL-Systemprotokolle zu verkürzen.
Laut internen Bewertungen von AWS-Ingenieuren können Prozesse, die früher mehrere Tage in Anspruch nahmen, nun innerhalb von 2 bis 3 Minuten abgeschlossen werden, wodurch die lang bestehenden Betriebsprobleme, die durch die umfangreichen C++-Protokolle des globalen XRPL-Netzwerks verursacht wurden, gelöst werden könnten.
Der Kryptowährungsexperte John Squire fügte hinzu, dass AWS bereits in der Vergangenheit Interesse an XRP im Zahlungsbereich gezeigt habe und Teams zur Untersuchung relevanter Anwendungsfälle eingesetzt habe.
Einer der Faktoren, die diese Vermutungen befeuern, ist, dass Ripple kürzlich auf der AWS-Partner-Profilseite erschienen ist. Dort wird Amazon Web Services Ripple als zentralen Infrastrukturanbieter für globale Zahlungen vorgestellt.
AWS betonte mehrere Funktionen, darunter Echtzeit-Zahlungen, nachfragebasierte Liquidität (On-Demand Liquidity) und das dezentrale Netzwerk RippleNet, das Banken und Zahlungsdienstleister verbindet.
Diese Cloud-Computing-Plattform erklärte, dass Ripple bereits mit über 100 Finanzinstituten in verschiedenen Regionen außerhalb der USA zusammengearbeitet hat.
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Warum es wichtig ist: Der Wettbewerb um institutionelles Vertrauen
Wenn die Partnerschaft zwischen Ripple und Amazon offiziell bestätigt wird, könnte dies ein bedeutendes Beispiel für die praktische Anwendung von XRP im physischen Handel sein.
AWS hat Ripple öffentlich als Partner registriert und detailliert die Anwendungsfälle von RippleNet beschrieben, wie elektronische Rechnungen (e-invoicing), Echtzeit-Cash-Pooling, globale Währungskonten und internationale P2P-Zahlungen, was darauf hindeutet, dass das Verständnis institutioneller Akteure für die Blockchain-Zahlungsinfrastruktur zunimmt.
Ein XRP-Befürworter, der unter dem Benutzernamen "WrathofKahneman" auf X aktiv ist, bemühte sich, die Natur dieser sogenannten Partnerschaft klarzustellen. In einem Beitrag, den er als „vage“ Beschreibung bezeichnete, erklärte er, dass AWS nicht in das XRP Ledger selbst integriert wurde.
Er betonte, dass Ripple weder etwas auf dem XRP Ledger installiert noch den aktuellen XRPL-Protokollstandard verändert, und dass die AWS-Tools ausschließlich für die Off-Chain-Analyse, nicht für die On-Chain-Analyse verwendet werden.
Zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung hat weder Ripple noch Amazon eine Partnerschaft oder zukünftige Zusammenarbeit offiziell bestätigt.
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