Der Chainalysis-Bericht 2025 zeigte, dass Staaten begonnen haben, Zahlungen über Kryptoinfrastruktur aktiv durchzuführen, wodurch traditionelle Finanzkanäle umgangen werden. Das auffälligste Beispiel ist Russland und der beliebte rubelbasierte Stabilcoin A7A5.

Es geht nicht um Tests oder einzelne Überweisungen. Es geht um ein vollwertiges Finanzsystem, das für den Betrieb unter Sanktionsbedingungen konzipiert ist. Wir erklären, wie A7A5 Russland im Jahr 2025 half, Sanktionen zu umgehen.

Wo kam A7A5 her

Im Jahr 2024 entstand in Russland eine rechtliche Grundlage, die die Nutzung von Kryptoinstrumenten für internationale Zahlungen außerhalb der traditionellen Banken ermöglichte. Wenige Monate später, im Februar 2025, wurde A7A5 gestartet.

Das Projekt wurde nicht für normale Nutzer entwickelt. Es war nicht als Anlageprodukt konzipiert. Die Hauptaufgabe von A7A5 besteht darin, grenzüberschreitende Zahlungen zu ermöglichen, wo das Bankensystem nicht mehr funktioniert.

Chainalysis weist darauf hin, dass A7A5 nicht von Grund auf erstellt wurden. Das Projekt wurde in bereits bestehende Onchain-Ketten integriert, die zuvor von kriminellen Gruppen und Geldwäschediensten genutzt wurden.

  • Dieser Ansatz brachte sofort mehrere Vorteile:

  • Die Skalierung dauerte nur minimal Zeit;

  • Liquidität bestand bereits;

  • Technische Risiken erwiesen sich als geringer als bei der Schaffung eines neuen Systems.

Tatsächlich haben staatliche Strukturen sich der Infrastruktur angeschlossen, die zuvor den kriminellen Markt bedient hat, und nutzen sie nun für ihre eigenen Aufgaben.

A7A5 unterscheidet sich nicht durch das Token-Format, sondern durch die Art der Nutzung. Analysten registrieren regelmäßige und groß angelegte Transaktionen, die auf eine stabil funktionierende Struktur hinweisen. Dieser Ansatz erschwert die Arbeit von Finanzkontrollsystemen und Transaktionsüberwachung erheblich. Die Kryptoinfrastruktur in dieser Form wird zu mehr als nur einer Technologie und wird zu einem Faktor der nationalen Sicherheit.

Interessant! Im letzten Jahr stieg das Emmissionsvolumen des rubelbasierten Stabilcoins A7A5 im Blockchain-Netzwerk um 89,5 Milliarden US-Dollar. Diese Wachstumsraten ermöglichten es ihm, USDT und USDC zu überflügeln. Als Ergebnis ist A7A5 der am schnellsten wachsende Stabilcoin der Welt geworden.

Laut Chainalysis flossen innerhalb von weniger als einem Jahr über A7A5 mehr als 93,3 Milliarden US-Dollar. Solche Volumina wurden bisher bei Onchain-Projekten mit staatlicher Verbindung nicht registriert.

Gerade die Überweisungen über das A7A5-Token waren eine der Hauptursachen für den starken Anstieg der Transaktionen im Zusammenhang mit sanktionierten Marktteilnehmern. Im Jahr 2025 stieg das Volumen solcher Überweisungen gegenüber dem Vorjahr um 694 %.

Even ohne Berücksichtigung anderer Faktoren kann das Jahr 2025 den Titel der höchsten Kryptokriminalität beanspruchen.

Die Skalierung der Nutzung von A7A5 wurde zu einem der entscheidenden Faktoren für das Wachstum der Kategorie sanktionierter Teilnehmer, die in der Methodik von Chainalysis in der Gesamtstatistik von Kryptokriminalität berücksichtigt wird.

Chainalysis betont, dass der Anteil illegaler Transaktionen in der Kryptoeconomie weiterhin unter 1 % liegt. Der Großteil der Kryptotransaktionen ist mit legalen Kryptowährungsnutzungen verbunden. Dennoch sind Fälle wie A7A5 neue Risiken entstanden. Die Skalierung, Stabilität und politische Motivation machen solche Projekte grundsätzlich von klassischen kryptokriminellen Modellen abweichend.

In diesem Kontext wirkt A7A5 nicht wie ein einmaliger Experiment, sondern als Beispiel dafür, wie Staaten begonnen haben, Kryptowährungen regelmäßig für Zahlungen unter Sanktionsbedingungen einzusetzen.

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