Der Öl- und Goldmarkt im Spannungsfeld eines geopolitischen Wandels

Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores durch die Vereinigten Staaten am 3. Januar 2026 hat auf den Märkten für Öl und Gold vergleichsweise gemäßigte Reaktionen hervorgerufen, was im Gegensatz zu dem steht, was man von einem geopolitischen Ereignis dieser Tragweite erwarten könnte.

Analysten sind sich einig, dass die unmittelbaren Auswirkungen durch strukturelle Faktoren auf den Märkten abgemildert wurden, doch das Ereignis eröffnet eine neue Phase der Unsicherheit mit Auswirkungen auf mittlere und lange Sicht.

🔺Risikoszenario (falls sich die Lage verschärft)🔺:

Eine Eskalation des Konflikts, strengere internationale Sanktionen oder eine innere Spaltung in Venezuela, die zu einer lang anhaltenden Instabilität führt, könnte die geopolitische Risikoprämie erneut aktivieren. In diesem Fall würden wir eine deutlichere Steigerung des Ölpreises und eine höhere Nachfrage nach Gold als Absicherung beobachten, obwohl dies im Moment nicht das Szenario ist, das die meisten Analysten vorhersagen.

🔶Die entscheidende Frage für die Märkte in den kommenden Wochen wird die innere Stabilität in Venezuela sowie konkrete Pläne für Investitionen und Ölproduktion sein. Ein klarer Weg hin zu einer Normalisierung könnte Venezuela von einem geopolitischen Risikofaktor zu einem Angebotsspieler machen, der auf mittlere Sicht die Preise nach unten drücken könnte.🔶