Ein hoher Gewinnquotient bedeutet nicht automatisch Gewinn

In der Welt des Handels ist der allgemeinste und hartnäckigste Schmerz, der mit Verlusten verbunden ist, die starke Abwehr, die tief aus dem Inneren aufsteigt.

Viele versuchen, ihn durch eine "Anpassung der Einstellung" zu überwinden, doch ohne nennenswerte Erfolge. Es geht hier nicht um Willenskraft, sondern um einen Mangel an grundlegendem kognitivem Verständnis. Weil man nicht weiß, was "richtig" ist, kann man den eigentlichen Sinn von Verlusten nicht auf einer höheren Ebene erfassen, weshalb die instinktive Reaktion Verneinung und Flucht ist.

Diese kognitive Lücke führt oft auf einen scheinbar vernünftigen Pfad: die vollständige Beschäftigung mit der Gewinnquote. Menschen glauben intuitiv, dass ein ausreichend hoher Gewinnquotient zwangsläufig zu Gewinnen führt. Doch das ist eine versteckte mathematische Illusion.

Zwischen der Gewinnquote und dem langfristigen Gewinn besteht kein direkter kausaler Zusammenhang. Ein System mit nur 30 % Gewinnquote kann trotzdem eine starke Lebenskraft besitzen, wenn es diszipliniert gehandhabt wird und jeder Gewinn ausreicht, um mehrere Verluste auszugleichen. Im Gegenteil kann eine Strategie mit einer Gewinnquote von 90 % durch einen selteneren, unerwarteten Rücksetzer aufgrund mangelnder Vorsicht alle langfristig erzielten geringen Gewinne vernichten.

Die entscheidende Unterscheidung liegt daher zunächst darin, ob man kognitiv bereit ist, Verluste "anzunehmen". Wer Verluste nicht akzeptieren kann, hat die Tür zum richtigen Handeln noch nicht geöffnet. Die Unfähigkeit, große, unvorhergesehene Verluste zu akzeptieren, ist hingegen ein technisches Problem der Risikokontrolle.

Sobald man wirklich akzeptiert, dass Verluste ein unvermeidlicher Bestandteil sind, verändert sich die Perspektive grundlegend: Verluste werden nicht mehr als Feinde, die beseitigt werden müssen, betrachtet, sondern als planbare, steuerbare Kosten.

Daher verlagert sich die zentrale Frage von "Wie vermeide ich Verluste?" zu:

"Wie viel kontrollierbare Kosten bin ich bereit, für einen Versuch zu zahlen?"

"Wie gestalte ich meinen Prozess, um sicherzustellen, dass diese Kosten nicht außer Kontrolle geraten?"

"Kann mein System nach mehreren kleinen Kosten (Verlusten) die Gelegenheit nutzen, um einmalig alle Kosten auszugleichen und Gewinn zu erzielen?"

Das ist keine psychologische Übung mehr, sondern eine klare Strategieentwicklung und Kunst der Risikomanagement. Man beginnt, Verluste wie ein Unternehmer bei der Budgetplanung zu betrachten, und Stop-Loss-Regeln wie ein Ingenieur Sicherheitsventile einzurichten. Man kämpft nicht länger mit den Emotionen rund um Verluste, sondern lernt, mit ihnen umzugehen und nutzt sie als unverzichtbaren Treibstoff, um das Ziel des Gewinns zu erreichen.

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