Die jüngsten Nachrichten über die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten "Nicolás Maduro" durch die USA lösten eine Welle von Spekulationen auf den Kryptomärkten aus, wobei die Rede erneut mit großer Intensität von einem riesigen, nicht angekündigten Vorrat an Bitcoin bei der venezolanischen Regierung wurde, während bislang keine eindeutigen Beweise vorliegen.

Hypothese des "Schattenreserven"

Der investigativen Journalist "Bradley Hope" enthüllte eine Theorie, die darauf hindeutet, dass Caracas möglicherweise Zugang zu bis zu 600.000 Bitcoins haben könnte, was etwa 60 Milliarden Dollar entspricht. Laut seinem Bericht, der in der Publikation "Whale Hunting" veröffentlicht wurde, hat die venezolanische Regierung jahrelang daran gearbeitet, ihre Goldreserven in Kryptowährungen umzuwandeln, um internationale Sanktionen zu umgehen.

Wichtige Punkte in diesem Dokument:

Verwaltung der Wallets: Quellen deuten darauf hin, dass ein schweizer Anwalt die Zugriffsrechte auf diese digitalen Wallets überwacht.

Zusammenhang mit Namen: Es wird vermutet, dass "Alex Scharf", venezolanischer Minister für Produktion, eine zentrale Rolle bei diesen Operationen gespielt hat.

Analytische Zweifel: Obwohl die Nachricht verbreitet ist, bestätigen Blockchain-Tracking-Plattformen, dass sie keinen konkreten (On-chain) Beweis für das Vorhandensein dieser enormen Menge gefunden haben, wobei die offiziellen Aufzeichnungen seit 2022 lediglich 240 Bitcoin registrieren.

Woher stammt die Zahl 600.000?

Experten meinen, dass diese Zahl keine direkte Ablesung aus digitalen Wallets ist, sondern eine mathematische Schätzung basierend auf den Verkäufen von venezolanischem Gold seit 2018. Wenn die Regierung tatsächlich die Erlöse aus dem Verkauf von 73 Tonnen Gold zu diesem Zeitpunkt in Bitcoin umgewandelt hat, könnte die tatsächliche Haltung diesen Betrag erreichen.

Wenn sie diese Zahl tatsächlich besitzen, haben sie alle Blockchain-Analysten der Welt getäuscht", kommentierte Frank Wert, Gründer von Whale Alert.

Venezuelas Geschichte mit "Krypto"

Venezuela gilt als eines der ersten Länder, das digitale Währungen offiziell angenommen hat:

Die Petro-Währung: Maduro hat 2018 eine auf Öl gestützte digitale Währung namens "Petro" eingeführt, bevor das Projekt offiziell geschlossen wurde.

Flucht vor der Inflation: Venezuela belegt weltweit den 11. Platz bei der Krypto-Adoption für das Jahr 2025, bedingt durch die anhaltende Wertverluste des "Bolívar".

Technische Verschleierung: Die Regierung verwendet komplexe Methoden, um den Geldfluss zu verbergen, beispielsweise Mischgeräte (Mixers) und Händler auf parallelen Märkten (OTC), was die Verfolgung offizieller Wallets praktisch unmöglich macht.

Zusammenfassung: Während das "digitale Vermögen von Maduro" weiterhin nur starke Spekulationen darstellt, könnte jeder zukünftige Beweis für dessen Existenz die Machtverhältnisse auf dem Markt für digitale Währungen verändern, insbesondere wenn die Vereinigten Staaten versuchen, diese Vermögenswerte als Teil ihrer rechtlichen Maßnahmen gegen das Regime zu beschlagnahmen.