US-Dollar verliert 10 Prozent seines Wertes in nur einem Jahr, während Gold und Silber „Schnellwarnung“ an die Märkte senden
Der US-Dollar hat in 2025 mehr als 10 Prozent seines Wertes verloren, während ein Ökonom warnt, dass die Preise für Edelmetalle eine wichtige Warnung für die globale Finanzordnung aussenden.
Der US-Dollar-Index (DXY) hat seit Beginn von 2025 10,41 Prozent seines Wertes verloren, was bedeutet, dass die Weltreservewährung stark gegenüber einem Korb wichtiger Fremdwährungen wie Euro, Yen und Pfund abgewertet hat.
Der Rückgang des Dollars ist eingetreten, während Edelmetalle wie Gold und Silber historische Durchbrüche erleben, wobei Gold um 65,32 Prozent auf 4.331 US-Dollar pro Unze stieg und Silber um 147,97 Prozent auf 72 US-Dollar pro Unze stieg.
In einem neuen Gastbeitrag in The Free Press sagt Ökonom Tyler Cowen, dass der dramatische Anstieg der Edelmetallpreise eine „Schnellwarnung für die Wirtschaft“ darstellt.
"Der Sturm auf Edelmetalle sollte uns alle beunruhigen. Er spiegelt eine neue und möglicherweise katastrophale Gefahr am Horizont wider...
Die Wirtschaft wird zunehmend korrelierter. Übersetzt ins Alltagsdeutsch bedeutet das, dass wir weniger Quellen für finanziellen Schutz haben, falls sich die Lage wirtschaftlich oder politisch sehr verschlechtern sollte. Und deshalb übernehmen Edelmetalle die Schutz- und Hedge-Rollen, die einst vom US-Dollar übernommen wurden."
Cowen sagt, dass US-Politik und Führungspersönlichkeiten zunehmend als unvorhersehbare Quellen von Chaos wahrgenommen werden, was das Vertrauen in die historisch schützende Rolle des Dollars in der Wirtschaft untergräbt.
"Früher war es so, dass man, wenn man sich über die Zukunft Sorgen machte, in Dollar als sichere Anlage wechselte – in Finanzbegriffen ein konjunkturunabhängiges Gut, das stabil bleibt, wenn risikoreichere Vermögenswerte fallen.
Aber wenn die eigene Regierung und Politik der USA unvorhersehbar sind und die Wirtschaft volatil ist, wird man nach anderen Schutzmaßnahmen suchen. Chaos in den USA, insbesondere im Weißen Haus, treibt die Anleger dazu, Alternativen zum Dollar zu suchen."
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