Bitcoin hat am Montag 94.000 Dollar wiedererlangt und damit eine etwa einen Monat andauernde Phase enger Preisschwankungen beendet. Hintergrund ist, dass die US-Aktien aufgrund der dramatischen Spannungen zwischen Washington und Caracas am Wochenende höher eröffneten.
Diese Entwicklungen zeigen, dass der Kryptomarkt trotz geopolitischer Schocks eng mit den Aktienmärkten verbunden ist, als diese wieder öffneten.
Der Markt reagiert risikofreudig auf den Machtwechsel in Venezuela.
Die US-Aktienindizes starteten im Plus, während die Investoren die Lage in Venezuela und dessen Führung bewerten.
Diese Entwicklung führte nicht zu Panik, sondern verstärkte vielmehr eine risikobereite Stimmung. Der Markt bewertete die Ereignisse als lokal begrenzt und entscheidend, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Ausweitung auf globale Lieferketten oder das Finanzsystem als gering eingeschätzt wurde.
Der anfängliche Anstieg der Aktienmärkte bestimmte auch die Bewegung der digitalen Vermögenswerte. In den letzten Wochen hatte Bitcoin in einem engen Bereich gehandelt, reagierte jedoch schnell, als auf Wall Street wieder Vertrauen sichtbar wurde.
Durch diese Bewegung kehrte der Bitcoin-Preis auf das Niveau von Ende November zurück, und der gesamte Kryptomarkt stieg leicht an.
Die positive Reaktion auf den Aktienmarkt hatte mehrere Ursachen.
Zunächst spürten die Anleger Klarheit statt Unsicherheit. Die Reaktion der USA war schnell und einseitig, und es zeichnete sich kein unmittelbarer Racheakt ab, der Handelsrouten, Energieversorgung oder die globale Liquidität gefährden könnte.
Im nächsten Schritt sahen die Energiemärkte diese Entwicklung als mittelfristigen Faktor für eine Zunahme der Versorgung. Jedes Szenario, das eine Veränderung der Erdölproduktion in Venezuela andeutet, könnte die Inflationserwartungen beeinflussen.
Eine langfristige Abnahme des Inflationsrisikos stützt die Aktienmärkte, besonders in Situationen, in denen die Märkte empfindlich auf Zinsentwicklungen reagieren.
Bitcoin zeigt eine hohe Korrelation mit den US-Aktienmärkten.
Kryptowährungen folgten den Aktienmärkten, da das Hauptthema nicht Angst, sondern eine Neubewertung von Risiken war. Bitcoin verhielt sich nicht wie eine sichere Anlage.
Im Gegenteil verstärkte sich die Korrelation mit den Aktienmärkten und Bitcoin etablierte sich als hochwertiges makroökonomisches Asset in Zeiten marktstarker Zuversicht. Es gab weder massive Zuflüsse zu Börsen noch Panikverkäufe; vielmehr scheinen Händler, statt zu fliehen, Positionen neu zu justieren.
Auch der Zeitpunkt war entscheidend. Dies war der erste echte Handelstag nach dem Wochenend-Überraschungseffekt, und die Positionierungen zu Jahresbeginn verstärkten die Richtung.
Da die Aktienmärkte stark begannen, unterstützten Kryptowährungshändler diesen Aufwärtstrend.
Dennoch ist nicht sicher, dass diese Korrelation anhält. Der Anstieg von Bitcoin setzte voraus, dass die Lage in Venezuela sich beruhigt.
Wenn die militärische Intervention länger dauert, sich auf die Region ausweitet oder zu Störungen in der Energieinfrastruktur führt, könnte die Stimmung gegenüber allen risikobehafteten Vermögenswerten plötzlich umschlagen.
Derzeit hat der Markt eine klare Schlussfolgerung gezogen. Er betrachtet diesen Vorfall als lokal begrenzten geopolitischen Risiko und nicht als systemischen Bedrohung. Diese Einschätzung förderte die Aktienkurse, und Bitcoin brach aus der Seitwärtsbewegung aus, wodurch die kurzfristige Korrelation zwischen Kryptomärkten und traditionellen Märkten hervorgehoben wurde.
Ob Bitcoin die psychologische Marke von 100.000 Dollar wieder erreichen kann, hängt weniger von der Lage in Venezuela ab als vielmehr davon, ob die Optimismus in den Aktienmärkten weiter anhalten wird.
Wenn Wall Street ruhig bleibt, wird auch die Kryptowelt dieser Entwicklung folgen.

