Bis zum 22. März war die Bilanz der Fed um fast 94,5 Milliarden Dollar angewachsen – ein Anstieg um 297 Milliarden Dollar seit der letzten Woche, als die Bankenkrise begann.

Neue QE-Hoffnungen treiben den Bitcoin-Preis in die Höhe

Insgesamt sind die Verbindlichkeiten der US-Notenbank in den letzten zwei Wochen um 393 Milliarden Dollar auf 8,734 Billionen Dollar gestiegen. Dieser Wert liegt näher am Allzeithoch von 8,95 Billionen Dollar vor einem Jahr, als die Fed ihr Programm zur quantitativen Straffung startete und ihre Vermögenswerte um 600 Milliarden Dollar reduzierte.

Allerdings nutzte die Fed ihre neuen Dollarreserven nicht zum Aufkauf langfristiger Staatspapiere. Stattdessen reduzierte die Notenbank ihre Bestände an US-Staatsanleihen um 3,5 Milliarden auf 7,937 Billionen Dollar. Dies deutet darauf hin, dass die quantitative Straffung zur Eindämmung der Inflation weiterhin in Kraft ist.

Andererseits wuchs die Bilanz der Fed, weil sie kurzfristige Kredite an den angeschlagenen Bankensektor vergab.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Fed zum 22. März die Nutzung ihres „Discount Window“, das den Geschäftsbanken bei der Bewältigung ihres kurzfristigen Liquiditätsbedarfs hilft, um 42 Milliarden Dollar reduzierte. Stattdessen stellte sie denselben Betrag von 42 Milliarden Dollar ihrem brandneuen Bank Term Funding Program zur Verfügung.

Die restriktive Geldpolitik der Fed und die Kreditvergabe an Regional- und Offshore-Banken bergen die Gefahr, dass die Liquidität versiegt. Dies könnte den Wert des Dollars gegenüber anderen wichtigen Fremdwährungen steigern, was wiederum den Bitcoin-Preis kurzfristig nach unten treiben könnte.

Interessanterweise hat der US-Dollarindex seit der Aktualisierung der Bilanz der Fed um 1,5 Prozent zugelegt.

Hat die Bankenkrise ihren Höhepunkt erreicht?

Die anhaltende Kreditkrise hat ihren Höhepunkt möglicherweise trotz der Notkredite der Fed an die Banken in Höhe von 393 Milliarden Dollar noch nicht überschritten, wenn man Janet Yellens verschwommene Aussichten auf eine Einlagensicherung berücksichtigt.

Am 21. März bestätigte der US-Finanzminister den Schutz nicht versicherter Einleger mit Guthaben über 250.000 US-Dollar, „falls kleinere Institute unter einem Ansturm auf ihre Einlagen leiden“, wie es bei der Silicon Valley Bank und der Signature Bank der Fall war.

Doch am nächsten Tag vollzog Yellen in ihrer Erklärung vor dem Senat eine Kehrtwende und erklärte, sie habe „eine pauschale Versicherung oder Garantie der Einlagen“ nicht in Erwägung gezogen. Als Reaktion auf ihre Erklärung stürzten die Bankaktien ab, was eine weitere Kehrtwende zur Folge hatte.