
Heute ist der 23. Dezember, der Bitcoin-Preis schwankt rund um 88.000 US-Dollar. Obwohl es gestern eine vorübergehende Erholung über 90.000 US-Dollar gab, handelt es sich bei diesem Anstieg eher um eine „Bullenfalle“, die dazu dient, Einzelanleger zum Nachkauf zu verleiten, um anschließend größere Verkäufe und Liquiditätsakkumulation zu ermöglichen.
Einige Marktteilnehmer weisen darauf hin, dass die kurzfristige Struktur von Bitcoin eher bullisch ist, hauptsächlich aufgrund der geringen Abwärtsliquidität und stabiler Unterstützungsniveaus, wodurch Marktmacher keine sofortige starke Abwärtsbewegung erzeugen können. Dies führt zu einer vorübergehenden Erholung. Langfristig bleibt die Sicht jedoch pessimistisch, und es wird erwartet, dass Bitcoin weiterhin auf das Bereich von 64.000 bis 70.000 US-Dollar abfallen könnte, möglicherweise im ersten oder zweiten Quartal 2026. Dieses Niveau gilt als erster Hauptziel, nicht jedoch als endgültiger Boden.
Der Bereich von 68.000 bis 74.000 US-Dollar ist bereits weitgehend erwartet und kann keine „maximale Schmerzphase“ auslösen. Daher wurde das Abwärtsziel herabgesetzt, um die Marktstruktur neu zu gestalten. Die jüngsten Preisbewegungen bestätigen diese Ansicht: Bitcoin stieg schnell von 87.000 auf 90.000 US-Dollar, um danach innerhalb weniger Stunden stark zurückzufallen und eine große Zahl an Liquidationen auszulösen. Viele Nachkauf-Handelspositionen wurden gefangen, und solche doppelten, irreführenden Schwankungen werden voraussichtlich weiter bestehen, bis ausreichend Liquidität akkumuliert ist, um eine noch heftigere Abwärtsbewegung auszulösen.
Die Marktstimmung bleibt weiterhin schwach. Der Fear & Greed Index für Kryptowährungen bleibt im Bereich der extremen Angst (ca. 20–25 Punkte). Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das historisch größte Optionsverfallereignis der Deribit-Börse am 26. Dezember, bei dem etwa 27–28,5 Milliarden US-Dollar Nennwert an Bitcoin- und Ethereum-Optionen beteiligt sind, davon etwa 23,6 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Optionen. Dieser Verfall fällt in eine Feiertagswoche mit geringer Handelsvolumen und geringer Liquidität, wodurch jede große Order eine verstärkte Wirkung hat. Der größte Schmerzpunkt der Optionen liegt bei etwa 96.000 US-Dollar, wobei das Put-Call-Verhältnis bei etwa 0,38 liegt und somit eine überwiegend long-orientierte Position zeigt. Die Hedge-Strategien der Market Maker könnten jedoch den Preis vor dem Verfall relativ stabil halten, während nach dem Verfall eine deutliche Durchbruchbewegung und erhöhte Volatilität erwartet werden.
Die makroökonomische Umgebung ist ebenfalls ungünstig für risikobehaftete Anlagen. Die Bank of Japan hat Zinserhöhungen eingeführt, was die globale Liquidität einschränkt und Anleger dazu veranlasst, auf sichere Anlagen umzusteigen. Der Goldpreis erreichte ein historisches Hoch mit etwa 4.480 bis 4.490 US-Dollar pro Unze, was einer Steigerung von über 70 % in diesem Jahr entspricht – deutlich mehr als Bitcoin, das dieses Jahr leicht um 5–6 % sank. Viele Analysten weisen darauf hin, dass Gold nach einer Überkaufsituation möglicherweise korrigieren könnte und Kapital teilweise wieder in Bitcoin fließen könnte. Derzeit bleibt Bitcoin jedoch deutlich hinter Gold zurück.
MicroStrategy (heute Strategy genannt) als größter Unternehmensinhaber von Bitcoin hat in dieser Woche keine neuen Käufe angekündigt, wobei seine Bitcoin-Reserven bei 671.268 BTC (Wert etwa 60 Milliarden US-Dollar) stabil blieben. Das Unternehmen erhöhte seine US-Dollar-Reserven um etwa 2,19 Milliarden US-Dollar durch eine Aktienemission. Der Gründer Michael Saylor deutete an, dass dies zur Bewältigung kurzfristiger Volatilität beitragen könnte, während das langfristige Bitcoin-Strategie beibehalten wird.
Insgesamt könnte Bitcoin in Kurzfrist weiterhin in einer Seitwärtsbewegung verharren, wobei die Abwärtsrisiken in der Nähe der jüngsten Tiefststände begrenzt sind. Nach dem Optionsverfall könnte jedoch mit einer stärkeren Volatilität gerechnet werden, da die Hedge-Druckentlastung und die weiter abnehmende Liquidität im Feiertagszeitraum wirksam werden. Der Markt sollte vorsichtig bleiben und auf Signale für einen Durchbruch über die Unterstützung bei 88.000 US-Dollar sowie auf den Schmerzpunkt bei 96.000 US-Dollar achten. Langfristig besteht weiterhin strukturelles Abwärtsrisiko, daher wird empfohlen, auf klarere Impulse zu warten, bevor Entscheidungen getroffen werden.