Benjamin Cowen erklärt in seinem neuesten Material klar, warum Bitcoin an Wert verliert und warum die gegenwärtige Situation niemanden überraschen sollte. Seiner Einschätzung nach tritt der Krypto-Markt in eine klassische Bärenmarktphase ein, die er bereits mehrfach gesehen hat. Wichtig ist, dass sich Bitcoin genau so verhält wie in früheren Zyklen.

Der Kryptowährungsmarkt durchläuft regelmäßig ähnliche Phasen, und die derzeitige Apathie ist kein außergewöhnliches Phänomen.

Vierjahreszyklus und Bitcoin am Ende eines Bullenmarktes

Benjamin Cowen beginnt die Analyse mit einer Erinnerung an den klassischen Vierjahreszyklus, der seiner Meinung nach immer noch funktioniert. Bitcoin erreichte historisch gesehen in dem vierten Quartal eines Jahres nach dem Halving Höchststände. So war es 2013, 2017, 2021 und auch im Jahr 2025.

Der aktuelle Zyklus dauert nahezu genau so viele Tage wie die beiden vorherigen. Vom Tiefpunkt sind etwa 1060–1067 Tage vergangen, was ideal zu den historischen Mustern passt. Cowen betont, dass die Erzählung „diesmal ist alles anders“ die Investoren mehrfach im Stich gelassen hat.

Seiner Einschätzung nach macht Bitcoin einfach das, was es immer tut. Nach dem Höchststand im Q4 folgt der Eintritt in die Baisse im Midterm-Jahr, also 2026. Das ist ein Mechanismus, den der Markt seit über einem Jahrzehnt kennt.

„Hier sind die Gründe, warum Bitcoin fällt. Ich denke, wir sind bereits in einem Bärenmarkt (Baisse). Ich glaube, das haben wir im Grunde genommen bereits bestätigt. Ja, wahrscheinlich werden wir noch einen konträren Anstieg haben, der das makroökonomische niedrigere Hoch festigt, aber für mich sieht es so aus, als wären wir in der Baisse.“

Cowen weist darauf hin, dass viele Investoren 2021 in den Markt eingestiegen sind. Für sie sind die derzeitige Langeweile und die Rückgänge eine neue Erfahrung.

Die Geldpolitik und die Ähnlichkeit mit dem Jahr 2019

Ein weiteres wichtiges Argument von Cowen ist die Ähnlichkeit der aktuellen Situation mit dem Jahr 2019. Selbst ohne Berücksichtigung des vierjährigen Zyklus verhält sich Bitcoin sehr ähnlich. Auch damals trat der Höchststand kurz vor dem Ende der quantitativen Straffung auf.

Im Jahr 2019 fiel Bitcoin, obwohl die Zinssätze zu sinken begannen. Der wahre Aufwärtsimpuls kam erst nach dem Börsencrash im Jahr 2020. Erst die massive Geldschöpfung änderte die Marktsituation.

Derzeit sieht die makroökonomische Situation ähnlich aus. Die Zinssätze bleiben länger hoch, und die Bilanz der Fed wächst nicht dynamisch. Der Aktienmarkt befindet sich weiterhin nahe den Höchstständen, was aggressive Lockerungen einschränkt.

Cowen hebt auch den Mangel an Privatinvestoren hervor. Der Einzelhandel ist nicht in den Markt zurückgekehrt, was sich an dem geringen gesellschaftlichen Interesse zeigt. Genau deshalb gab es keinen Altcoin-Saison.

In diesem Zusammenhang stellt der Analyst eine wichtige Frage: Was müsste passieren, damit Bitcoin nach oben geht? Seine Antwort ist einfach. Es könnte eine Schwäche weniger riskanter Vermögenswerte wie Aktien benötigt werden.

Technische Analyse und Signale vom Bitcoin-Markt

Die dritte Säule von Cowens Analyse ist die technische Analyse, die auf gleitenden Durchschnitten basiert. Historisch gesehen fiel Bitcoin nach dem Ende eines langen Bullenmarktes unter den 50-Wochen-Durchschnitt. Das war ein Signal für eine längere Korrektur.

Anschließend tendierte der Preis normalerweise in Richtung des 100-Wochen-Durchschnitts. Der nächste Schritt war der 200-Wochen gleitende Durchschnitt. Ein solches Muster trat in den Jahren 2014, 2018 und 2022 auf.

Cowen erwartet, dass sich ein ähnliches Szenario auch jetzt realisieren wird. Seiner Meinung nach könnte Bitcoin bis zur 200-Wochen-Durchschnittslinie im Jahr 2026 gelangen, wahrscheinlich vor Ende des Sommers.

Für Anfängerinvestoren sind hier drei Erkenntnisse entscheidend:

  • Rückgänge sind ein natürlicher Teil des Marktzyklus

  • Eine Baisse bedeutet nicht das Ende von Bitcoin

  • Die besten Gelegenheiten erscheinen in Zeiten der Langeweile

Viele Menschen fragen sich, ob das das Ende des Krypto-Marktes bedeutet. Cowen antwortet indirekt, dass dem nicht so ist. Es ist eher eine klassische Phase der emotionalen Bereinigung.

Andere fragen sich, ob es sich jetzt lohnt zu investieren. Seiner Meinung nach sollte das Investieren langweilig und auf geduldiger Akkumulation basieren. Historisch gesehen erzielten die größten Gewinne diejenigen, die an den Tiefpunkten des Zyklus kauften.

Cowen erinnert an das Beispiel des Kaufs von Bitcoin nach dem Zusammenbruch von FTX bei 15.000 USD. Ähnliche Gelegenheiten traten in jeder Baisse auf. Entscheidend war das Überstehen der Phase der Apathie.

Am Ende ermutigt der Analyst zur Geduld. Seiner Meinung nach könnten die größten Investitionsmöglichkeiten im Jahr 2026 auftauchen. Voraussetzung ist jedoch, dass man die aktuelle, schwierige Marktphase übersteht.

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