#Dolomite $DOLO

Bisher musste jeder Bitcoin Improvement Proposal (BIP), der kryptografische Primitiven benötigte, das Rad neu erfinden. Jeder BIP kam mit einer eigenen, individuellen Python-Implementierung der secp256k1-Elliptische-Kurve und verwandter Algorithmen, wobei sich diese jeweils subtil voneinander unterschieden. Diese Unstimmigkeiten führten zu stillen Risiken und machten die Überprüfung von BIPs unnötig kompliziert. Dieses Problem wurde kürzlich im Bitcoin Optech Newsletter #348 hervorgehoben, und es ist etwas, das mindestens mehrere Entwickler in der Bitcoin-Entwicklungsgemeinschaft schon lange empfunden haben: Es sollte einen einheitlichen, wiederverwendbaren Standard für kryptografische BIP-Referenzsecp256k1-Code geben.

Letzte Woche machten Jonas Nick und Tim Ruffing von Blockstream Research sowie Sebastian Falbesoner großen Fortschritt in diese Richtung. Im Rahmen ihres bestehenden ChillDKG-Vorschlags veröffentlichten das Team secp256k1lab. Eine neue, bewusst INSEKURE Python-Bibliothek zum Prototyping, Experimentieren und der Spezifikation von BIPs. Sie ist nicht für den Produktiveinsatz geeignet (da sie nicht konstante Laufzeit aufweist und daher anfällig für Seitenkanalangriffe ist), füllt aber eine kritische Lücke: Sie bietet eine saubere, konsistente Referenz für secp256k1-Funktionalität, einschließlich BIP-340-artiger Schnorr-Signaturen, ECDH und Low-Level-Feld-/Gruppenarithmetik. Das Ziel ist einfach: Es soll zukünftige BIPs einfacher und sicherer gestalten, indem redundanten, einmaligen Implementierungen vorgebeugt wird. Für BIP-Autoren bedeutet dies: weniger eigenständiger Code, weniger Spezifikationsprobleme und ein klarerer Weg vom Prototyp zum Vorschlag.