Stand Februar 2026:
– Das Haushaltsdefizit der USA beträgt etwa 95 Milliarden USD, ein Rückgang um 26% im Vergleich zum Vorjahr.
– Die Zollsteuereinnahmen der USA in den ersten 4 Monaten des Haushaltsjahres 2026 (gerechnet ab Oktober 2025) belaufen sich auf 124 Milliarden USD, ein Anstieg von über 300%.
Das kurzfristige Bild scheint heller zu sein.
Aber die große Frage ist: Wie nachhaltig ist das?
1. WIE HELFEN DIE US-ZOLLE DEM BUDGET 'ZU ATMEN'?
Nur im Monat 01/2026:
– Die US-Zolleinnahmen betragen 30 Milliarden USD
Das gesamte Haushaltsjahr 2025 zuvor:
– Rekordhaushalt von 5.235 Milliarden USD
– Nettosteuer auf Importe steigt auf 195 Milliarden USD
Offensichtlich hat die Zollpolitik ab 04/2025 sehr schnell Auswirkungen auf das Budget gehabt.
Kurzfristig:
– Defizit schrumpft um 17%
– Die Regierung hat mehr fiskalischen Spielraum
– Verhandlungsposition im Handel stärken
2. ABER DIE BUDGETSTRUKTUR BLEIBT ZART
Das große Problem liegt nicht im Einkommen, sondern in den Ausgaben:
– Das Gesamtdefizit von 4 Monaten liegt weiterhin bei 697 Milliarden USD
– Zinszahlungen von 4 Monaten belaufen sich auf 426,5 Milliarden USD, ein Anstieg von fast 9%
Mit einer Staatsverschuldung der USA von etwa 38,6 Billionen USD (über 120% des BIP):
– Zinsen werden zur größten Ausgabeposition
– Wenn die Zinssätze hoch bleiben, könnten die Zinskosten in den nächsten Jahren 1.000 Milliarden USD/Jahr übersteigen
Zölle helfen, den kurzfristigen Druck zu verringern.
Aber es löst das strukturelle Schuldenproblem nicht.
3. RECHTLICHE RISIKEN UND POLITISCHE UNSICHERHEIT
Eine Klage beim Obersten Gerichtshof stellt die rechtliche Grundlage der US-Zölle in Frage.
Wenn es abgelehnt wird:
– Die US-Regierung könnte Hunderte von Milliarden USD zurückerstatten müssen
– Die fiskalischen Vorteile wurden umgekehrt
– Die Finanzmärkte sehen sich einem unerwarteten Schock gegenüber
Die Verzögerung bei der Entscheidung schafft zusätzliche Unsicherheit für Unternehmen und Investoren.
4. WELTWEITE AUSWIRKUNGEN SIND NICHT GERING
Zölle sind nicht nur die Haushaltsgeschichte der USA.
Es hat auch internationale Konsequenzen, einschließlich:
– Höhere Importkosten → Inflationsdruck
– Das globale BIP könnte um 0,5 – 1,5% je nach Vergeltungsmaßnahme sinken
– Lieferketten verlagern sich nach Mexiko, Indien, ASEAN
– EU, China erheben Vergeltungszölle, beeinträchtigen US-Exporte
Der Trend zur 'fragmentierten Handelsstruktur' wird immer deutlicher.
Die US-Zölle sind jetzt wie eine Dosis Adrenalin:
– Hilft dem Budget kurzfristig wachsam zu bleiben
– Aber es heilt nicht die chronische Schuldenkrankheit
Wenn die Kosten für Zinsen höher sind als die neuen Einnahmen, kann das persönliche Pflaster die Operation nicht ersetzen.
Fazit:
Die US-Zölle haben sich als schnell und klar wirksam für die Haushaltseinnahmen erwiesen. Aber:
– Das Defizit bleibt groß
– Die Staatsverschuldung wächst weiterhin
– Die Zinsen steigen weiterhin
Kurzfristig ist ein Lichtblick im Haushalt. Langfristig bleibt die Schulden- und Wachstumsfrage.
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