In den letzten Tagen herrscht im Community großes Jammern, viele Leute haben mir privat geschrieben: Henry, klar sollte $BTC über 69.000 steigen, wie kann es über Nacht so entmutigend sein?
Die Antwort ist ganz einfach, die Daten haben uns umgehauen.
Ich habe immer betont, beim Trading sollte man nicht nur auf die K-Linien starren, makroökonomische Daten sind die unsichtbare Hand. Der am gestrigen Tag veröffentlichte NFP-Bericht für Januar war ein kaltes Wasserbad für den Markt.

Schauen wir uns zuerst die harten Daten an, glauben Sie nicht den vagen Pressemitteilungen:
Neue non-farm Beschäftigungszahlen: Der Markt hatte ursprünglich nur 70.000 erwartet, tatsächlich sind es jedoch 130.000 geworden. Das ist nicht nur über den Erwartungen, das ist direkt eine Verdopplung.
Arbeitslosenquote: Von 4,4 % auf 4,3 % gesunken.
Stundenlohnswachstum: Im Monatsvergleich um 0,4 % gestiegen, was auch über der erwarteten 0,3 % liegt.
Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der amerikanische Arbeitsmarkt so hart ist wie ein Stein. Solange die Beschäftigung so stark ist, hat Powell keinen Grund, die Zinsen schnell zu senken. Zuvor hatte der Markt noch davon geträumt, dass im März Zinssenkungen stattfinden könnten, aber nach dieser Veröffentlichung fiel die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März auf null, sogar für Mai sieht es schlecht aus, und die allgemeine Erwartung wurde jetzt auf Juli verschoben.
Das schlägt sich auf den Markt nieder, das ist typisch für 'gut für den Dollar, schlecht für die Krypto-Welt'. Vor der Datenveröffentlichung hielt sich der $BTC noch über $67,000, testete sogar kurzfristig den Widerstand bei $69,000. Kaum wurden die Daten veröffentlicht, stieg der Dollar-Index (DXY) direkt an, die Renditen von US-Staatsanleihen schossen in die Höhe, und $BTC tauchte sofort ab und durchbrach den Unterstützungsbereich bei $66,800.
Ich habe mir die On-Chain-Daten angesehen, dieser Rückgang war zwar nicht katastrophal, aber sehr schädlich. Innerhalb von 24 Stunden stiegen die Liquidationen im gesamten Netzwerk sprunghaft an, der Angstindex fiel direkt in den Bereich 'extreme Angst'. Noch schlimmer ist, dass dieser Rückgang mit Anzeichen von Kapitalabflüssen aus ETFs einhergeht, was darauf hinweist, dass institutionelles Kapital auf der Hut ist.
Viele Menschen werden sich in diesem Moment fragen: 'Wenn die Fundamentaldaten so gut sind, warum steigt der Preis der Münzen nicht?'
Denken Sie an diese Logik: Solange die Inflation nicht vollständig gelöst ist, ist eine zu starke Wirtschaft negativ für risikobehaftete Vermögenswerte. Eine starke Wirtschaft bedeutet, dass die Federal Reserve nicht nur kein Geld drucken wird, sondern auch die hohen Zinssätze (High for Longer) beibehalten muss, um die Inflation zu drücken. Der aktuelle Geldmarktzins sagt bereits alles aus, die Stimmung der Bullen ebbt schnell ab.
Was sind die nächsten Strategien? Eilen Sie nicht, um den Boden zu kaufen. Die aktuelle makroökonomische Umgebung unterstützt keine V-förmige Wende. Solange die Arbeitslosenquote bei 4,3 % und 130.000 neue Beschäftigungen bestehen, kann der engmaschige Gürtel der Liquiditätsrestriktionen nicht gelockert werden. Für uns alte Hasen geht es jetzt nicht darum, auf eine Erholung zu spekulieren, sondern das Kapital zu sichern und auf den echten 'Liquiditätswendepunkt' zu warten.
Kurz gesagt, erkennen Sie die Realität, der Traum von Zinssenkungen im März ist zerplatzt, halten Sie sich einfach durch diese Phase der Volatilität.