Die Finanzaufsichtsbehörde Koreas hat einen Plan zur Untersuchung von Hochrisikopraktiken veröffentlicht, einschließlich Manipulationen durch Wale und künstliche Preissteigerungen, nach dem Vorfall bei Bithumb, bei dem 44 Milliarden USD in Bitcoin versehentlich überwiesen wurden.

Die Finanzaufsichtsbehörde Koreas hat am Montag ihre jährliche politische Agenda veröffentlicht, die Pläne zur Verstärkung der Marktüberwachung für digitale Vermögenswerte und zur Anwendung strengerer Sanktionen gegen Finanzinstitutionen im Zusammenhang mit Vorfällen in der Informationstechnologie umfasst.

Dieser Schritt wurde nach bemerkenswerten Vorfällen unternommen, die die Risiken für die Integrität des Marktes und den Verbraucherschutz offenlegten, insbesondere nach dem jüngsten Vorfall bei Bithumb, der zweitgrößten Börse in Korea, bei dem die Börse versehentlich 620.000 BTC im Wert von etwa 44 Milliarden USD an Hunderte von Nutzern während eines Werbeereignisses überwiesen hat, obwohl 99,7 % der Bitcoin zurückgeholt werden konnten.

Die FSS hat angekündigt, gezielte Prüfungen durchzuführen, die sich auf Aktivitäten konzentrieren, die die Marktordnung untergraben, einschließlich der Preismanipulation durch große Händler, die oft als Wale bezeichnet werden, sowie Tricks zur künstlichen Preissteigerung bei Tokens, deren Einzahlung und Abhebung an bestimmten Börsen ausgesetzt wurde.

Weitere Praktiken, die überprüft werden, umfassen schnelle Pump- und Dump-Modelle, Marktmanipulation durch Aufträge über Anwendungsprogrammierschnittstellen und die Verbreitung irreführender Informationen über soziale Medien, so die Nachrichtenagentur Yonhap.

Vorbereitung zur Verabschiedung des Gesetzes über digitale Vermögenswerte

Die FSS hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um den Erlass des Gesetzes über digitale Vermögenswerte vorzubereiten, ein wesentlicher Bestandteil der zweiten Phase der Gesetzgebung zu Kryptowährungen in Korea. Diese Gruppe wird einen Rahmen für die Veröffentlichung von Informationen über Token-Emissionen entwickeln und die Notierung an Börsen unterstützen, während sie gleichzeitig ein Handbuch für die Lizenzvergabe an Anbieter von digitalen Vermögenswerten und Emittenten von Stablecoins erstellt.

Die endgültige Version des Gesetzes soll im ersten Quartal dieses Jahres veröffentlicht werden und spiegelt die Bemühungen Koreas wider, einen umfassenden rechtlichen Rahmen zum Schutz von Investoren zu schaffen und die Transparenz auf dem Kryptowährungsmarkt aufrechtzuerhalten.

Dieses erweiterte Überwachungsprogramm umfasst auch die Anwendung von strafenden Sanktionen für Vorfälle in der Infrastruktur der Informationstechnologie im gesamten Finanzsektor, um die Verantwortung der Finanzinstitute für den Schutz von Daten und Systemen zu erhöhen.

Dieser Ansatz zeigt, dass die koreanische Aufsichtsbehörde von einer passiven Überwachung zu einer aktiven Intervention übergeht, um schädliches Verhalten auf den Märkten zu verhindern, während gleichzeitig eine solide rechtliche Grundlage für die nachhaltige Entwicklung der nationalen Kryptowährungsindustrie geschaffen wird.