Wurde die Inflation tatsächlich eingedämmt?
Trotz des enormen Gelddruckens scheint sich die Inflationsrate stabilisiert zu haben. Verbraucher messen die Inflation anhand des Verbraucherpreisindex (CPI). Dieser Wert umfasst alle Waren und Dienstleistungen, die ein Haushalt normalerweise kauft. Die Federal Reserve erlässt ihre Maßnahmen auf Grundlage eines anderen Maßstabs: dem PCE.
persönlich
Verbrauch
Ausgabenpreisindex
Mathematisch gesehen ist es direkt mit dem Verbraucherpreisindex vergleichbar. Allerdings werden dabei Lebensmittel und Energie absichtlich nicht berücksichtigt. Diese werden aufgrund ihrer natürlichen Preisvolatilität nicht in die Berechnung einbezogen. Der absichtliche Ausschluss dieser Elemente verhindert eine Überreaktion/Kontrolle des Marktes angesichts natürlicher/normaler Schwankungen der Rohstoffpreise.
Schauen wir uns die Daten an!

Der Aufschwung des PCE im weiteren Jahresverlauf 2020 kam, als die Inflation einsetzte. Die Inflation erhielt auch aufgrund der Dynamik der Lieferketten und der globalen Schifffahrtslogistik eine sekundäre Dynamik.
Warum ist das wichtig?
Wenn Sie der „Hypothese effizienter Märkte“ zustimmen, dann hat der Markt dieses Datenstück bereits eingepreist. Wenn nicht, lassen Sie uns über die Auswirkungen davon sprechen!
Erste zu berücksichtigende Daten: Historie des Federal Funds Rate

Die Federal Reserve hat die Zinsen sehr aggressiv angehoben, wobei die Erhöhungen zwischen 75 und 50 Basispunkten liegen. Vor diesem Hintergrund verschafft eine Senkung um 25 Basispunkte dem Markt Luft zum Atmen und vermittelt ein „zurückhaltendes“ Bild.
Zweite zu berücksichtigende Daten: FOMC-Spekulationen vom Februar
Der stets effiziente Markt glaubt, dass wir beim nächsten FOMC 25 Basispunkte erreichen werden. Dies wird derzeit mit 98,9 %iger Sicherheit gesagt, was einer Chance von 1 % auf 50 Basispunkte entspricht: im Kontext einer Abschwächung des PCE und eines starken Arbeitsmarktes.
Was passiert als nächstes?
Sofern sich die Inflationssituation nicht plötzlich ändert, wird der Markt meiner Meinung nach weiterhin mit 25 Basispunkten rechnen. Die Federal Reserve ist strikt gegen eine zu starke Straffung/Senkung der Zinsen, aus Angst vor den 70er/80er Jahren, als die Inflation hoch war. Sie schien stabil, kam aber mit einer „zweiten Welle“ zurück, die viel verheerender war als die erste.
Erwartetes FOMC-Ergebnis: 25 Basispunkte und neutrale Marktvolatilität, abhängig vom Tonfall von JPow während seiner Rede.
Unerwartetes FOMC: 50 Basispunkte und ein aggressiver Ton führen zu einer Abwärtsvolatilität.
Erwartung für 2023: keine Zinssenkungen