Am 8. November wurde der ukrainische Kryptowährungsbesitzer Viacheslav Leibov Opfer eines brutalen Raubüberfalls in Phuket, Thailand, bei dem bewaffnete Angreifer 250.000 USDT erbeuteten. Dieser Vorfall ist einer von mehreren jüngsten Sicherheitsverstößen, die sich gegen Krypto-Investoren in verschiedenen Städten der Welt richteten.
Der Vorfall
Laut einem Bericht der Bangkok Post wurde der 23-jährige Leibov von seinem Bekannten Alfred Chernyshuk in ein Hotelzimmer gelockt. Dort traf er auf Arman Grigoryan, der ihn auf dem Balkon in ein Gespräch verwickelte. Die Situation nahm eine unheilvolle Wendung, als Leibov auf die Toilette ging.
Zwei maskierte Männer stellten ihn zur Rede, fesselten ihn und verlangten die Überweisung von 500.000 USDT. Sie drohten ihm, ihm die Finger zu brechen, wenn er sich weigerte. Grigoryan schwang einen Hammer, während einer der maskierten Männer mit einem Messer bewaffnet war. In einem verzweifelten Flehen gelang es Leibov, das Lösegeld auf 250.000 USDT herunterzuhandeln, die er in die Brieftasche der Angreifer überwies. Die Räuber fesselten ihn dann auf dem Bett, ermahnten ihn, ruhig zu bleiben, und flohen.
Leibov konnte sich schließlich befreien und bat das Hotelpersonal um Hilfe. Dieses bestätigte, dass Chernyshuk und Grigoryan als Gäste im Zimmer registriert waren. Er versuchte, die Angreifer am Flughafen abzufangen, doch es gelang ihm nicht. Leibov erstattete später Anzeige bei der Polizei und schilderte die Tortur detailliert.
Anstieg von Kryptowährungsdiebstählen
Physische Angriffe auf Besitzer von Kryptowährungen nehmen weltweit immer mehr zu; in Thailand kam es bereits zu mehreren solchen Vorfällen.
Im Januar wurden fünf russische Staatsbürger angeklagt, ein belarussisches Paar in Phuket entführt und gezwungen zu haben, Kryptowährung im Wert von 31 Millionen Baht zu überweisen. Sie wurden später zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
Im Februar verhafteten die thailändischen Behörden auf der Insel Samui einen russischen Verdächtigen, der angeblich einen russischen Landsmann um Bitcoins im Wert von 1,8 Millionen Baht beraubt hatte. Die Polizei brachte den Verdächtigen mit einer russischen Bande in Verbindung, die es auf Bitcoin-Investoren abgesehen hatte.
Ein weiterer bemerkenswerter Fall ereignete sich im Juli, als fünf Ausländer verhaftet wurden, weil sie einen britischen Kryptohändler in Bangkok gewaltsam ausgeraubt hatten. Vor kurzem sollen vier chinesische Staatsbürger in eine Luxusresidenz in Pathum Thani eingebrochen sein und den Bewohner gezwungen haben, Kryptowährung im Wert von 2 Millionen Dollar zu transferieren.
Diese Vorfälle unterstreichen den wachsenden Trend physischer Diebstähle, die auf Krypto-Investoren abzielen, und betonen die Notwendigkeit erhöhter Sicherheit und Wachsamkeit.