Die Digital Currency Group (DCG) wird derzeit von den US-Behörden untersucht.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge untersuchen US-Staatsanwälte in New York interne Transfers zwischen dem milliardenschweren Krypto-Konglomerat und seinem Krypto-Kreditzweig Genesis Global Capital.

Das Krypto-Kreditunternehmen stand schon lange im Rampenlicht, nachdem es im vergangenen Jahr schwere Verluste erlitten hatte.

Laut anonymen Quellen, die den Ermittlungen nahe stehen, befragen Bundesanwälte bestimmte Mitarbeiter und fordern Bürounterlagen an.

Ein DCG-Sprecher dementierte, dass gegen die amerikanische Risikokapitalgesellschaft ermittelt werde.

„DCG hat seine Geschäfte immer fair geführt und wir haben keine Kenntnis oder Grund zu der Annahme, dass gegen DCG im Eastern District von New York ermittelt wird.

Bloombergs Bericht legt allerdings nahe, dass DCG in einen Zweikampf verwickelt sein könnte, da das Unternehmen auch von der US-Börsenaufsicht SEC untersucht wird. Bislang hat allerdings noch keine Partei Anklage gegen DCG erhoben und auch die beiden US-Behörden haben noch keine konkreten Informationen veröffentlicht.

DCG und seine Beziehung zu Genesis

Die Probleme von Genesis Global Capital begannen Mitte letzten Jahres nach dem Zusammenbruch von Three Arrows Capital. In diesem Zeitraum erlitt der Krypto-Kreditdienstleister hohe Verluste in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar.

Einige Monate später meldete die Kryptobörse FTX Insolvenz an. Dadurch geriet Genesis in eine Liquiditätskrise und musste Abhebungen und Kreditanträge aussetzen.

Um die Bedenken der Öffentlichkeit zu zerstreuen, distanzierte sich DCG konsequent von Genesis und erklärte, dass das Unternehmen als autonome Einheit operiere.

In einem Rundschreiben an die Aktionäre vom November 2022 legte Barry Silbert, CEO und Gründer von DCG, alle ausstehenden Kredite zwischen den beiden Unternehmen offen. Er führte weiter aus, dass alle Kredite zu marktüblichen Konditionen gewährt wurden und die Rückzahlung entsprechend den jeweiligen Marktzinsen strukturiert war.

Wird der Kryptomarkt einen Angriff auf DCG überleben?

Digital Currency Group ist einer der größten Krypto-Konglomerate der Branche mit einem verwalteten Vermögen von 50 Milliarden US-Dollar (Stand: September 2021).

Genesis Global Capital besitzt weitere Tochtergesellschaften, darunter Grayscale Investments, das Medienpublikum CoinDesk, Foundry und Luno. Diese Tochtergesellschaften halten eine Vielzahl an Kryptowährungen und Vermögenswerten, darunter auch Bitcoin.

Sollten die Ermittlungen gegen DCG Informationen zutage fördern, die ein negatives Licht auf den Konzern und seine Tochtergesellschaften werfen, könnte dies verheerende Auswirkungen auf den gesamten Kryptomarkt haben.

Bis weitere Informationen zu den Ermittlungen ans Licht kommen, können Anleger beruhigt sein. Aktuell deutet allerdings nichts darauf hin, dass es dazu kommen wird.

Kryptowährungen haben sich seit dem FTX-Zusammenbruch im November stetig erholt. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist Bitcoin in den letzten sieben Tagen um 2,4 % gestiegen und wird derzeit bei 16.937,52 $ gehandelt, wie aus Daten von Coinbase hervorgeht. Bitcoin ist die größte Kryptowährung mit einer Marktkapitalisierung von 326,141 Milliarden $.

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