US-STUNDENLOHNSCHÄTZUNGEN: UNTERSCHIEDLICHE ERWARTUNGEN BEI WIRTSCHAFTLICHEN UNSICHERHEITEN
Die durchschnittliche Erhöhung des Stundenlohns in den USA im Juli wird von Ökonomen und Finanzinstituten aufmerksam verfolgt. Der Reuters-Umfrage zufolge wird dieser Indikator, dessen bisherige Steigerungsrate bei 0,3 % lag, im Juli voraussichtlich um 0,3 % steigen. Schätzungen verschiedener Institutionen gehen jedoch über diese Erwartung hinaus.
Schätzungen verschiedener Institutionen:
Diejenigen, die einen Anstieg um 0,2 % erwarten:
• Kaitou-Makro
• Citigroup
• Moody’s Analytics
• Morgan Stanley
• Nomura Wertpapiere
• Pansen Macro
• Dänische Bank
Diese Institutionen machen auf die Verlangsamung der US-Wirtschaft aufmerksam und gehen davon aus, dass das Lohnwachstum zurückgehen könnte. Insbesondere die Stagnation am Arbeitsmarkt und die Verlangsamung des Beschäftigungswachstums stützen diese Prognosen.
Diejenigen, die einen Anstieg um 0,3 % erwarten:
• ING Bank
• Berenberg
• Decabank
• Barclays Bank
• Bank of America Merrill Lynch
• Deutsche Bank
• Goldman Sachs
• Lloyds Bank
• UBS-Gruppe
• Yuexin Bank
• Vermögensbank
• Montreal Bank
• HSBC Holdings
• Mizuho Wertpapiere
• Standard Chartered Bank
• Nordea Bank
• Kanadische Imperial Bank of Commerce
Die Banken dieser Gruppe gehen davon aus, dass die Lohnerhöhungen aufgrund der Verbesserungen in der Wirtschaft und des anhaltenden Inflationsdrucks anhalten. Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften und die Bereitschaft der Arbeitgeber, für qualifizierte Arbeitskräfte mehr zu zahlen, stützen diese Einschätzung.
Diejenigen, die einen Anstieg um 0,4 % erwarten:
• BNP Paribas
• JPMorgan Chase
• Julius Bär Gruppe
• Morgan Stanley
Diese Prognose deutet darauf hin, dass es starke Anzeichen einer Erholung der Wirtschaft gibt und dass sich der Arbeitsmarkt schneller als erwartet erholen könnte. Steigende Nachfrage, insbesondere im Dienstleistungssektor, und niedrige Arbeitslosenquoten untermauern diese Prognose.
Wirtschaftliche Unsicherheiten und Erwartungen
Diese unterschiedlichen Prognosen unterstreichen die Unsicherheiten in der US-Wirtschaft. Insbesondere Inflationsdruck, Zinsschwankungen und globale wirtschaftliche Unsicherheiten prägen die Erwartungen an Lohnsteigerungen.
Fazit: Die Lohnwachstumsrate im Juli könnte sich direkt auf die Gesundheit der US-Wirtschaft und zukünftige geldpolitische Entscheidungen auswirken. Geringe Lohnsteigerungen könnten darauf hindeuten, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt, während hohe Lohnsteigerungen den Inflationsdruck erhöhen könnten. In diesem Zusammenhang ist es von großer Bedeutung, die Lohnsteigerungen genau zu überwachen.



