Die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) reichte am vergangenen Freitag einen Antrag ein, der das Gericht des südlichen Bezirks von New York dazu veranlasste, gegen sein Urteil in der Klage der Behörde gegen Ripple Labs Berufung einzulegen.
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Kurzinfo
Die SEC forderte das Gericht auf, seine vorherige Entscheidung von Richterin Analisa Torres zu überprüfen, da diese „heikle rechtliche Probleme“ aufgeworfen habe, heißt es in der Akte.
Im Juli entschied Richter Torres in einem summarischen Urteil, dass Ripples XRP-Verkäufe an institutionelle Anleger gegen Wertpapiergesetze verstoßen hätten, die Verkäufe an öffentlichen Börsen an Privatanleger jedoch nicht.
Inmitten des juristischen Gerangels gab Ripple Labs letzten Freitag bekannt, dass es das in Nevada ansässige Krypto-Infrastruktur-Startup Fortress Trust übernehmen wird, wodurch Ripple eine behördliche Lizenz im Bundesstaat Nevada erhält. Die Bedingungen des Deals wurden nicht bekannt gegeben.
In der jüngsten Einreichung betonte die SEC die Notwendigkeit einer rechtlichen Klarstellung und behauptete, dass es in US-Gerichten zwei oder mehr unterschiedliche Meinungen darüber gebe, ob ähnliche Angebote den Howey-Test bestehen. Der Howey-Test ist ein rechtlicher Test, mit dem die SEC feststellt, ob eine Transaktion als Anlagevertrag gilt und somit ein Finanzsicherheitsprodukt darstellt.
Die SEC hat am 18. August einen Antrag auf Zulassung einer einstweiligen Verfügung gegen Ripple Labs gestellt.
Ripple reichte daraufhin letzte Woche Widerspruch gegen den Antrag der SEC ein und argumentierte, dass die Ansprüche der SEC auf Berufung rechtlich nicht ausreichend seien, um eine solche zu rechtfertigen. Die Aufsichtsbehörde verklagte Ripple zunächst, weil das Unternehmen im Dezember 2020 angeblich XRP als nicht registriertes Wertpapier angeboten hatte.
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