Der ehemalige FTX-Spitzenmanager Ryan Salame bekannte sich am Donnerstag in New York in zwei Anklagepunkten im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Kryptowährungsbörse im vergangenen November schuldig. Laut der New York Times hat Salame zugestimmt, rund 1,5 Milliarden US-Dollar zu zahlen, darunter zwei Immobilien und ein Porsche-Auto.
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Kurzinformation
Salame, der ehemalige Co-Geschäftsführer der auf den Bahamas ansässigen FTX-Tochter FTX Digital Markets, bekannte sich der Verschwörung zum Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts und der Verschwörung zur Leistung unerlaubter politischer Spenden schuldig, so die Staatsanwaltschaft im südlichen Bezirk von New York.
Nach Nishad Singh, Gary Wang und Caroline Ellison ist Salame der vierte hochrangige Mitarbeiter von FTX, der sich im Zusammenhang mit FTX schuldig bekannte.
Der Gerichtsprozess gegen FTX-Gründer Sam Bankman-Fried wegen angeblichen Überweisungs- und Wertpapierbetrugs in Milliardenhöhe soll am 3. Oktober stattfinden.
Bankman-Fried wurde am 11. August wegen Zeugenbeeinflussung inhaftiert, nachdem er im Dezember 2022 auf den Bahamas festgenommen worden war. Er beteuert seine Unschuld und hat in allen 13 gegen ihn erhobenen Anklagen auf nicht schuldig plädiert.
FTX und sein Schwester-Hedgefonds Alameda Research meldeten am 1. November Insolvenz nach dem US-amerikanischen Verfahren „Chapter 11“ an. Bald darauf folgten Vorwürfe der Veruntreuung von Kundengeldern in Milliardenhöhe und anderer Verfehlungen.
Unter der Leitung des Unternehmenssanierungsexperten John J. Ray III versucht FTX, die 3 Milliarden US-Dollar an Krypto-Beständen der Börse zu verkaufen, zu verpfänden und abzusichern. Das Wall Street Journal berichtete Ende Juni, dass das Unternehmen nun über eine Wiederbelebung nachdenkt.
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