US-Strategie zu Taiwan: Raketen und Chips
Kürzliche Äußerungen führender US-Beamter unterstreichen eine zentrale Sorge:
das Thema Taiwan ist nicht nur geopolitisch – es ist tiefgreifend wirtschaftlich.
Im Mittelpunkt dieser Debatte steht die Halbleiterabhängigkeit, insbesondere von TSMC.
Jahrelang konzentrierte sich die USA auf finanzielle und digitale Dominanz, während die fortgeschrittene Fertigung ins Ausland verlagert wurde. Heute werden die meisten modernsten Chips, die von US-Firmen entworfen werden, in Ostasien produziert, wobei Taiwan eine entscheidende Rolle spielt. Dies macht Halbleiter zu einer strategischen Schwachstelle, nicht nur zu einem kommerziellen Produkt.
Was wie zwei getrennte Pfade erscheint –
Sicherheitsverpflichtungen und Technologie-Lieferketten – bildet eigentlich eine einzige Strategie:
Militärische Präsenz wird als Stabilität dargestellt
Chip-Zugang sichert wirtschaftliche und technologische Führung
Die Wiederherstellung der heimischen Chip-Fertigung ist kostspielig, langwierig und komplex. Selbst mit politischer Unterstützung dauert es Jahre, bis fortschrittliche Fabriken in Betrieb genommen werden können, und sie sind weiterhin auf globale Lieferketten angewiesen.
Genau deshalb werden Störungen im Halbleiter-Ökosystem Taiwans als systemischer Risiko betrachtet – nicht nur für die Technologie-Märkte, sondern auch für die breitere industrielle Stabilität.
Am Ende offenbart diese Debatte eine tiefere Wahrheit:
moderne Macht wird zunehmend durch industrielle Fähigkeiten geprägt, nicht nur durch militärische Stärke.
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