Im September 1929 stand der Ökonom Roger Babson vor einem Raum voller selbstbewusster Geschäftsleute und gab eine unmissverständliche Warnung aus: „So oder so wird ein Crash kommen, und er könnte schrecklich sein.“
Das Publikum lachte. Zeitungen verspotteten ihn. Wall-Street-Titanen wie Irving Fisher wiesen den Schwarzmaler zurück und bestanden darauf, dass die Aktien ein „dauerhaft hohes Plateau“ erreicht hatten. Die Margin-Schulden stiegen, Spekulation war allgegenwärtig, und der Wohlstand schien ewig. Wer war dieser exzentrische Statistiker, um die Feier zu stören?
Babson riet nicht—er erkannte das klassische Muster der Euphorie, das auf Hebelwirkung, Überbewertung und Verleugnung basierte. Nur 47 Tage später implodierte der Markt. Der Schwarze Dienstag vernichtete Milliarden, Banken brachen zusammen, und die Große Depression begann. Diejenigen, die lachten, verloren alles.
🚨 Schnellvorlauf bis heute: die gleichen gespenstischen Echos durchdringen die Märkte. Himmelhohe Bewertungen, Rekordschulden, konzentrierte Wetten auf Megatrends und weit verbreitete Selbstzufriedenheit schreien „diesmal ist es anders.“ Die Geschichte wiederholt sich nicht genau, aber sie reimt sich mit erschreckender Präzision.
Die Lektion? Wenn die Menge die vorsichtige Stimme verspottet, ist das oft das Signal, am aufmerksamsten zuzuhören. Ignorieren wir einen weiteren Babson-Moment?
Bleib wachsam. Schütze, was du aufgebaut hast. Denn wenn die Musik aufhört, verschwinden die Stühle schnell.
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