Crypto-ETFs verlieren fast alle Gewinne aus dem Jahr 2026, da die Hoffnungen auf eine Zinssenkung der US-Notenbank schwinden, begleitet von Abflüssen
Bitcoin- und Ethereum-Exchange-Traded-Fonds (ETFs) haben fast alle frühen Gewinne aus dem Jahr 2026 verloren, da sich die Anlegerstimmung verschoben hat und die Erwartungen an eine Zinssenkung durch die US-Notenbank im März verblasst sind. Während einer vier Tage andauernden Verlustserie verloren digitale Vermögenswerte 1,3 Milliarden US-Dollar an Zuläufen.
Wichtige Erkenntnisse
Marktumkehr: Die Fonds hatten insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar an Zuläufen in den ersten beiden Handelstagen des Januars 2026 gesehen, doch nachfolgende Abflüsse haben diese Gewinne fast vollständig aufgezehrt.
Abflüsse: In der letzten vollständigen Woche verließen 454 Millionen US-Dollar an Vermögen die Kryptowährungs-ETFs, wobei Bitcoin die Hauptlast der negativen Stimmung trug mit 405 Millionen US-Dollar an Abflüssen.
Zinseinfluss: Die Verschiebung der Stimmung hängt hauptsächlich damit zusammen, dass die Erwartungen an eine frühe Zinssenkung der Fed im März 2026 nach stärker als erwarteten wirtschaftlichen Daten abgenommen haben, die darauf hindeuten, dass die Inflation möglicherweise länger anhalten könnte.
Höhere Zinssätze beeinträchtigen in der Regel risikoreichere Anlagen wie Kryptowährungen, da sicherere Anlagen wie Anleihen attraktiver werden.
Aktuelle Preise: Bitcoin notierte kürzlich bei etwa 91.722 US-Dollar und Ethereum bei etwa 3.113,70 US-Dollar.
Erwartungen der US-Notenbank
Der Markt geht derzeit von einer hohen Wahrscheinlichkeit (über 95 %) aus, dass der Federal Open Market Committee (FOMC) den aktuellen Zielbereich für den Leitzins von 3,50 % bis 3,75 % bei seiner anstehenden Sitzung am 27. und 28. Januar 2026 beibehalten wird. Auch die Erwartungen an eine Senkung später im Jahr sind zurückgegangen; ein Zinssmonitor zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 73,6 %, dass der Zinssatz bis zum Treffen am 18. März 2026 im aktuellen Bereich bleibt.
Große Finanzinstitute wie Goldman Sachs und JPMorgan haben unterschiedliche Ansichten, doch die allgemeine Meinung hat sich von sofortigen oder mehrfachen Zinssenkungen zu Beginn des Jahres weg bewegt, da wirtschaftliche und Arbeitsmarktdaten weiterhin robust sind.
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