Die Veranstaltungen NFT Paris und RWA Paris 2026 wurden am 5. Januar offiziell abgesagt. Als Gründe wurden der weltweite Einbruch am Krypto-Markt und zu hohe Kosten genannt. Allerdings gibt es auch mehr Gewalt rund um Krypto. Das macht die Absage noch beunruhigender.
In Frankreich hat es seit Januar 2025 mehr als zwanzig Entführungen und gewaltsame Angriffe auf Krypto-Profis und ihre Familien gegeben. Dadurch herrscht viel Angst in der französischen Web3-Community.
Welle der Gewalt trifft französische Krypto-Community
Allein Anfang Januar 2026 gab es vier versuchte Entführungen innerhalb von vier Tagen. Führende Leute aus der Krypto-Branche gaben deswegen dringende Warnungen heraus.
Außerdem gibt es Fragen zur Sicherheit für Besitzer von digitalen Vermögenswerten in Frankreich. Bei den letzten Vorfällen ging es unter anderem um:
6. Januar 2026: Eine Frau wurde in ihrem Zuhause in Manosque, Alpes-de-Haute-Provence, von Angreifern festgehalten. Sie suchten Krypto-Werte ihres Partners.
6. Januar 2026: Vorfall in Manosque (Diebstahl eines Krypto-USB-Sticks) – Ein weiterer Bericht schildert, dass vermummte Männer eine Frau gefesselt haben und einen USB-Stick mit Krypto-Keys gestohlen haben.
9. Januar 2026: Ein Ingenieur wurde aus seinem Zuhause in Saint-Léger-sous-Cholet, Maine-et-Loire, entführt.
9. Januar 2026: Ein Krypto-Investor und seine Familie wurden zu Hause in Verneuil-sur-Seine, Yvelines, gefesselt und geschlagen.
Die Sponsoren des NFT-Paris-Events sind enttäuscht über nicht erstattbare Ausgaben. Manche verlieren viel Geld durch die plötzliche Absage.
„Der wahre Grund, warum NFT Paris abgesagt wurde”, sagte der Kunstmarkt-Analyst Arthemort.
Der Analyst betonte weitere frühere Entführungsfälle im Krypto-Umfeld, die BeInCrypto in den letzten mehr als zwölf Monaten gemeldet hat. Das zeigt eine erschreckende Serie von Vorfällen.
Manchmal konnte die Polizei die Täter stoppen. So wurden ein Schweizer Krypto-Profi in Valence befreit und mehrere Verdächtige nach gezielten Einsätzen festgenommen.
Trotz dieser Erfolge sind viele Täter weiterhin auf freiem Fuß – das macht das Sicherheitsproblem der Branche in Frankreich deutlich.
Insider Farokh warnte, dass staatliche Mitarbeiter Daten von Steuerzahlern an kriminelle „Sponsoren“ weitergeben könnten. Dadurch werden Steuerangaben direkt genutzt, um Krypto-Besitzer ins Visier zu nehmen.
„Wir haben jetzt vier Entführungsversuche in vier Tagen in Frankreich, nachdem bekannt wurde, dass ein staatlicher Mitarbeiter Informationen über Krypto-Steuerzahler an ‚Sponsoren‘ gegeben hat. Wenn du im Krypto-Bereich bist, deine Steuern machst und in Frankreich wohnst, sei bitte vorsichtig”, schrieb Farokh.
Der angebliche Daten-Leak sorgt für noch mehr Sorge über die Meldungspflichten für Krypto-Bestände in Frankreich im Rahmen von Anti-Geldwäsche- und Steuerregeln.
Sicherheitsexperten raten dazu, Pseudonyme zu verwenden, nur wenig online preiszugeben und keine Wallet-Informationen öffentlich zu machen, um sich selbst besser zu schützen.
Absage von NFT Paris zeigt große Herausforderungen der Branche
Die Veranstalter von NFT Paris nannten den Markteinbruch und die hohen Kosten als Gründe für die Absage des Events im Januar 2026. Sie haben versprochen, alle Tickets zu erstatten.
Sponsoren sagten, dass nicht erstattbare Kosten ein großes Problem sind. Durch die plötzliche Absage verlieren viele Geld.
„Als Sponsor habe ich die E-Mail auch bekommen. Es steht drin: ‚Laut Artikel 12 unseres Vertrags übersteigen die bislang nicht erstattbaren Kosten für das Event die gesamten Sponsorengelder. Deshalb können wir aktuell keine Rückzahlung anbieten.‘ Habe dazu schon auf Telegram geschrieben, an die Nummer aus der Mail”, schrieb ein Nutzer.
Öffentlich wurden vor allem wirtschaftliche Gründe genannt. Insider sagen jedoch, dass auch die steigenden Sicherheitsprobleme in der Community zur Absage beigetragen haben.
Die Entführungsserie zeigt, wie verletzlich Krypto-Profis in Frankreich sind. Es bleibt schwierig, sowohl die persönliche Sicherheit als auch digitale Werte zu schützen.
Während Behörden versuchen, besser zu schützen und gegen kriminelle Gruppen vorzugehen, befindet sich die französische Web3-Community in einer schwierigen Lage. Hier kommen die Belastungen des Marktes und echte Bedrohungen zusammen.


