Der Ethereum-Kurs steht vor einem wichtigen technischen Moment. Der Kurs bewegt sich derzeit nahe am oberen Rand eines fallenden Keils. ETH steigt langsam, aber stetig, und steht kurz vor einem möglichen Ausbruch.
Viele führen diese Entwicklung auf das Fusaka-Upgrade zurück, das am drei. Dezember aktiviert wurde. Ziel der Aktualisierung ist, die Skalierbarkeit zu verbessern und die Layer-2-Kosten zu senken – ein bekanntes Problem bei Ethereum.
Die Neuerungen kommen, während sich viele auf das Krypto-Jahr 2026 vorbereiten. Das schafft gute Bedingungen für das Wachstum des Netzwerks und eine mögliche Stabilisierung vom Kurs.
Ethereum-Holder beweisen Stärke
Die Aktivität im Ethereum-Netzwerk ist in den letzten drei Wochen stark gestiegen. Die Daten zeigen, dass viele neue Adressen erstellt werden. Damit sind Wallets gemeint, die zum ersten Mal ETH nutzen. Diese Zahl ist in diesem Zeitraum um etwa 110 Prozent gestiegen, was einen Zuwachs bei der Nutzerzahl zeigt.
Ethereum erstellt jetzt rund 292.000 neue Adressen pro Tag. Dieser Anstieg hat mehrere Gründe. Saisonale Faktoren und technische Updates spielen beide eine Rolle.
Weihnachten 2025, die Vorbereitung auf das neue Jahr und die Hoffnung auf das Fusaka-Upgrade sorgen unter anderem dafür, dass sich wieder viele in der Community engagieren.
Wenn mehr Adressen erstellt werden, steigen oft auch die Transaktionen. Zwar steht nicht jede neue Adresse für einen langfristigen Investor, aber ein gleichbleibender Anstieg zeigt, dass immer mehr Leute mitmachen. Mehr Nutzer verbessern oft die Liquidität und können den Kurs in bewegten Marktphasen stabiler machen.
Zum Halten gezwungen – trotzdem ein Vorteil für ETH
Die Makro-Daten liefern ein gemischtes, aber aufschlussreiches Bild. HODL-Wellen zeigen, dass es bei den mittelfristigen Haltern, also Wallets mit ETH für drei bis sechs Monate, ein Wachstum gibt. Diese Käufer haben meist zwischen Juli und Oktober 2025 investiert.
Wer Anfang Juli gekauft hat, liegt momentan im Plus. Käufer seit Mitte Juli haben jedoch noch Verluste. Viele dieser Halter behalten ihre Coins, da sie auf bessere Kurse hoffen. Das kann das Angebot drücken und den Kurs in Zeiten mit Rücksetzern stützen.
Steigende Kurse könnten allerdings dazu führen, dass einige dieser Gruppen verkaufen. Sobald ETH für sie wieder bei ihrem Einstandskurs liegt, steigt die Gefahr von Verkäufen. Das kann die Aufwärtsbewegung begrenzen, solange kein neues Kapital zufließt und die Gewinne dieser Halter ausgleicht.
ETH-Kurs steht vor dem Ausbruch
Der Ethereum-Kurs bewegt sich weiter in einem fallenden Keil, der seit Anfang November besteht. ETH wird aktuell zu etwa 3.141 USD gehandelt und ist damit nah an einem möglichen Ausbruch. Diese Formation zeigt oft, dass sich die Bewegung zusammenzieht und eine starke Bewegung bevorsteht.
Der Keil signalisiert ein mögliches Kursziel von ungefähr 29,5 Prozent nach oben, was bei 4.061 USD liegen würde. Das ist zwar ein ehrgeiziges Ziel, aber dafür müsste die Kaufkraft deutlich zunehmen. Ein wahrscheinlicheres Szenario wäre, dass ETH über 3.287 USD ausbricht und kurzfristig Richtung 3.447 USD steigt.
Es gibt aber weiterhin Risiken, besonders wenn sich die Gesamtlage verschlechtert oder der Ausbruch nicht gelingt. Ein Rückschlag könnte dazu führen, dass Ethereum wieder unter 3.000 USD fällt. In diesem Fall könnte ETH das Support-Level bei 2.902 USD erneut testen. Das würde die bullische Einschätzung entkräften und eine Seitwärtsbewegung wahrscheinlicher machen.

